21:9 oder 16:9 Leinwand?

  • Da ich mich Ende des Jahres doch endlich zu einem gebrauchten Beamer entscheide möchte ich mir dafür die passende Leinwand im Selbstbau erstellen. Bisher hatte ich nur TVs als Bildquelle und hab noch keinerlei Erfahrung mit Beamer und Leinwände. Was für Vor- bzw. Nachteile verbergen sich in den unterschiedlichen Leinwand-Formaten? Ich schaue zu 90% nur Filme im Heimkino.


    als Leinwandstoff (akustisch transparent) habe ich evtl. folgende im Auge:

    https://www.elitescreens.eu/le…14-fuer-r115wh1-wide?c=49

  • Bei 90% Filme und AT Leinwand geh auf 21:9 !

    Platt gesagt 21.9 ist Kino, 16:9 Fernsehen.

    Es hängt natürlich auch u.a. von Deinen Raumverhältnissen ab

    Ich bin betrunken vom Kitsch und bitter vor Neid.

    Frag ich den Regisseur, sagt er:Es tut mir leid,

    Das alles ist doch nur zur Unterhaltung gedacht.

    Was kann ich dafür, wenn ihr daraus ein Drama macht ?!“


    Aus dem Lied "Kintopp" von Keimzeit 1990

  • Ich frag mich nur wie ist es z.B. mit den Untertiteln die oft in der Maskierung eingeblendet werden? Wenn ich mich für 21:9 entscheide - da muss ich doch jedes mal das Format am Beamer ändern oder wie wird sowas gehandhabt?


    Beim Beamer ziehe ich den JVC DLA-X5000 gebraucht in Betracht. Der soll ja in Sachen Schwarzwert ziemlich oben liegen. Obwohl ich das Wort Ballast-Board immer wieder höre?...

  • Die Prime App stellt Untertitel bei 21:9 korrekt dar. Die Netflix und Plex App leider nicht. Bei Kodi kann man sie verschieben, für Kodi gibt es ein Netflix und Plex Addon. Geht also auch. Gilt zumindest bei Nvidia Shield.


    Zu Diskplayern kann ich nichts sagen.

  • Die Prime App stellt Untertitel bei 21:9 korrekt dar. Die Netflix und Plex App leider nicht. Bei Kodi kann man sie verschieben, für Kodi gibt es ein Netflix und Plex Addon. Geht also auch. Gilt zumindest bei Nvidia Shield.


    Zu Diskplayern kann ich nichts sagen.

    ich schaue sehr viel über Disk, da ist es leider so, das sehr viele Filme die Untertitel im Balken zeigen. Deshalb bin ich mir mit 16:9 noch etwas unschlüssig. Vielleicht gibts in der Richtung noch mehr Erfahrungswerte von Euch?

  • Wie ist das mit einem Anamorphoten? Da sollte doch dann alles angezeigt werden, oder?

    Nein der streckt ja nur die CS Fläche (Inhalt Film) um Faktor 1,33/1,25. Damit füllt der Projektor sein gesamtes Panel.

    Ergo ist dann kein Untertitel mehr projizierbar, es gibt den 16:9 Bereich ja nicht mehr.

    Daher muss der Untertitel im CS Bereich platziert sein.

    Nur jetzt kommt es...:big_smile: In Zukunft will ich den Text nicht mehr im Bild sehen, das stört einfach.

    Daher ich werde das mit einer transparenten Videowall (unterhalb Leinwand und hinter dem schwarzen AT Stoff) platzieren

    und parallel mit Content bespielen, aber nur den Text.

    Werde das dann mal im eigenen Thread zeigen wie das geht.


    ANDY

  • Interessante Idee!

  • Ich hatte schon vor längerer Zeit mal das hier dazu geschrieben:

    Leinwandformat:

    Es gibt zwei Ansichten, eine Richtige und eine Praktische:

    Zusätzlich muss man beachten, dass bei einer Blu-ray und einer UHD-Blu-ray das Bild IMMER im 16:9-Format gespeichert ist, Breitbild, also 21:9, ist dabei oben und unten mit schwarzen Pixel-Balken gespeichert.

    Blu-ray: 1920x1080 Pixel / 16:9
    UHD-Blu-ray: 3840x2160 Pixel / 16:9

    Zuerst die Richtige: 21:9
    Das nennt sich ganz einfach das „Gesetz der konstanten Bildhöhe“.
    Für echte Cineasten muss ein 21:9-Bildformat IMMER breiter sein, als ein 16:9-Bildformat.
    D.h. Im Umkehrschluss: Man muss sich eine 21:9-Leinwand kaufen, die man dann rechts und links maskieren muss, wenn man ein 16:9-Bild sehen will.
    Nur so bleibt das Bild immer auf konstanter Bildhöhe. Das ist immer ideal, um in einem Raum mit relativ niedriger Decke das anteilsmäßig größte Bild zu projezieren. Eine Blu-ray mit einem 21:9-Bild mit horizontalen Balken oben und unten wird nun soweit herausgezoomt, dass die Maskierungsbalken genau ausserhalb der 21:9-Leinwand liegen, was wiederum das korrekte Bildformat in der Höhe erzeugt (Gesetz der konstanten Bildhöhe)

    Nachteil und das größte Hassgebilde für alle 21:9-Leinwand-Fans:
    Format-Wechsler, wie „The Dark Knight“ oder „Interstellar“, da dann ein Teil der IMAX-Bilder ausshalb der Leinwand liegen würden.

    Nun die Praktische: 16:9
    Die Leinwand ist im 16:9-Format maximal hoch, ideal bei Räumen mit hohen Decken.
    Das 16:9-Bildformat ist damit genauso breit wie ein 21:9-Bildformat, da man die Leinwand dann oben und unten maskieren muss. Damit verstößt man gegen das Gesetz der konstanten Bildhöhe, da ein 16:9-Bild eine real größere Bildhöhe besitzt, als ein 21:9 Bild, welches maskiert wird.
    Vorteil ist aber, dass man so das maximal größtmögliche Bild besitzt, z.B. bei 3D-Fullscreen-Filmen, bei Streaming-Serien, bei Spielkonsolen, bei Fussballübertragungen, bei IMAX-Formatwechslern. Alles ist darstellbar! Wer einmal „Avatar 3D“ in 16:9-Fullscreen-3D oder „Planet Erde 2“ in 16:9-4K gesehen hat, weiß genau, was ich hier meine.
    Deshalb besitze ich eine 16:9-Leinwand, die ich in sieben Positionen in der Höhe maskieren kann. Damit lassen sich auch neue Formate , wie das immer öfters genutzte 2:1-Univision-Format (Netflix) oder andere Zwischenformate abspeichern, da IMMER lediglich in der Höhe maskiert wird. Was aber eigentlich falsch ist, siehe oben.
    Hätte ich eine riesigen Raum mit einer fünf Meter breiten Leinwand, würde meine Wahl wahrscheinlich eher Richtung 21:9-Leinwand-Format gehen, allerdings ist bei mir bei 2,60m Schluss. Somit habe ich mit einer maskierbaren 16:9-Leinwand den maximalen Spassfaktor.

    EraserMacki
    Ich hoffe, ich konnte damit die Wahl des für DICH RICHTIGEN Leinwandformats etwas erleichtern.

  • Übrigens, die Aussage, „16:9 ist Fernsehen“ und „21:9 ist Kino“, finde ich ehrlich gesagt ziemlich lustig....
    Gründe habe ich ja oben bereits ausführlich genannt.

    Als wenn Avatar, Interstellar oder Badman kein Kino wäre....

  • Kleiner Zusatz noch für Pro-21:9

    Der „echte“ 4K-Modus, den native 4K-Projektoren bieten, die ein 17:9-Panel verbaut haben:

    Echte 4K-Auflösung beträgt 4096x2160 Pixelpunkte im 17:9-Format, was genau der nativen Panelauflösung entspricht.
    Die UHD-Auflösung hingegen beträgt 3840x2160 Bildpunkte im 16:9-Format, weshalb immer pro horizontaler Zeile rechts und links 128 Pixel ungenutzt sind und „schwarz“ bleiben, allerdings dennoch Licht der Lampe „schlucken“.

    Im „2,35:1 Zoom“-Modus (so nennt sich das bei Sony) wird nun das Bild auf 4096 Pixelbreite extrapoliert, wobei bei einem 16:9-Bildformat oben und unten etwas abgeschnitten wird. Bei einer 21:9-Leinwand ist das aber komplett egal, da dieser Bereich eh ausserhalb der Leinwand liegt.

    Vorteil dieses Modus ist, dass nun das gesamte verfügbare Licht der Lichtquelle des Projektors zur Ausleuchtung des Panels genutzt werden kann. Das Extrapolieren von 3840 auf 4096 wird von den Projektoren in einer hervorragenden Qualität durchgeführt. Man bemerkt eigentlich keinen Unterschied zu der 1:1-Pixeldarstellung.

    Bei einer 16:9-Leinwand kann man diesen Modus zwar auch nutzen, aber man beschneidet sich die Bildhöhe des 16:9-Formats, es fehlen dann Zeilen oben und unten. Man muss dann wählen, was einem besser gefällt.

  • Übrigens, die Aussage, „16:9 ist Fernsehen“ und „21:9 ist Kino“, finde ich ehrlich gesagt ziemlich lustig....
    Gründe habe ich ja oben bereits ausführlich genannt.

    Als wenn Avatar, Interstellar oder Badman kein Kino wäre....

    Na ja... ich hab das schon als etwas polarisierte Aussage verstanden... :zwinker2:

  • Das lässt sich jedoch mit elektronischen Maskierungen zb bei JVC gut lösen.

    Wie soll man das maskieren, wenn die Formatwechsel-16:9-Bildinformation durch das Breitbild-Aufzoomen außerhalb der 21:9-Leinwand liegt?

    Entweder Du schaust den 21:9-Film auf einer 16:9-Leinwand mit Balken oben und unten und siehst dann auch das 16:9-Bild beim Formatwechsel oder Du schaust den Film auf einer 21:9-Leinwand. Und dort liegt das 16:9-Bild beim Formatwechsel nunmal oben und unten ausserhalb der 21:9-Leinwand.


    Oder meinst Du lediglich das Wegblenden der Zeilen oben und unten durch eine Blanking-Funktion?
    Die zusätzliche Bildinformation verlierst Du natürlich auch dadurch.

  • Wenn ich mich für 21:9 entscheide - da muss ich doch jedes mal das Format am Beamer ändern oder wie wird sowas gehandhabt?


    Beim Beamer ziehe ich den JVC DLA-X5000 gebraucht in Betracht.

    Wenn du dich für eine 21:9 Leinwand entscheidest bitte beachten: 21:9 ist ein neues Format und hier nur Umgangssprache, genau genommen ist Cinemascope mit eher 2,40:1 gemeint ... auch wenn es noch 2,35:1 und 2,39:1 gibt... 2,40:1 würde dann auch passen.

    Für eine solche Leinwand wird in der Regel ein Projektor mit elektrischem Lens-Shift und Lens-Memory benötigt, wenn nicht müsste man bei Format-Wechsel jedes mal händisch den Zoom und den Lens Shift einstellen... nicht besonders praktisch.

    Der X5000 könnte das aber z.B.


    Ich selbst habe mich auch für eine 21:9 Leinwand entschieden, weil mir das "Bombastische" Kinobild einfach wichtiger ist, als eine Serie in 16:9, die paar Filme in 16:9 haben halt Pech gehabt, da sehe ich viel öfter den Vorteil von 21:9

    Und... eine 21:9 Leinwand, vor allem wenn sie die gesamte Raumbreite ausfüllt, sieht auch einfach cooler aus. :big_smile:


    Bezüglich AT Leinwand kannst du dir diese ja auch mal angucken: AT Leinwand XY Screen als China Direktimport

    Ist verhältnismäßig richtig günstig und hat schon viele zufriedene Nutzer hier, mich eingeschlossen. (s. meinen Bauthread in der Signatur auf Seite 10)



    Gruß Jan

  • Oder meinst Du lediglich das Wegblenden der Zeilen oben und unten durch eine Blanking-Funktion?

    Die zusätzliche Bildinformation verlierst Du natürlich auch dadurch.

    Genau. Ich nehme mal an, die zusätzlichen Bildinformationen sind im Sinne eines Open Matte zwar da, aber für die Bildsprache nicht erforderlich. Echte Kinos zoomen ja auch nicht hin und her, die haben eine 21:9 Leinwand verbaut und nutzen die auch.

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