Der Kampf um jeden Zentimeter oder auch: "Der Sarg"

  • Seit nun 3,5 Jahren saniere ich zusammen mit meinem Vater das alte kleine Haus meiner Großmutter. Es blieben letztlich nur die Außenwände übrig: Decken, Dach, Fenster, etc.. alles wurde und wird komplett neu aufgebaut.


    Das Budget ist begrenzt, kein Handwerker hat und wird das Gebäude je betreten, zumindest solange ich dort wohne. Es ist das dritte Haus, welches mein Vater baut und ich profitierte enorm von seine KnowHow als Ingenieur. Im Laufe des Baus konnte ich auch meine handwerklichen Fähigkeiten stark verbessern, sodass ich nun mit Selbstvertrauen an das Kinoprojekt herangetreten bin.


    Das Kino ist klein, gerade mal 11,9qm Grundfläche sind vorhanden. Leider ist das gesamte Haus eher schnuckelig, mehr war einfach nicht drin ohne andere Wohnbereiche zu beeinträchtigen.


    Die gesamte Technik kann jedoch ausgelagert werden, sodass Hitze und Lärm draußen bleiben und vor allem nicht auch noch Platz dafür draufgeht.


    Dennoch möchte ich auf eine umfassende akustische Optimierung nicht verzichten. Die geringe Größe erlaubt mir jede Oberfläche zu behandeln ohne Unsummen ausgeben zu müssen.


    Ich entschuldige mich gleich mal für die Bilder, aber es ist wirklich schwierig solch einen kleinen Raum zu fotografieren. Ich besitze nur mein Handy und kein Weitwinkelobjektiv o.ä..

    Die Bilder sind auch bereits 1 Woche alt, mittlerweile ist das Ständerwerk auch hinten nahezu fertig und der Durchbruch verputzt, Bilder folgen.


    Bescheidene Anfänge:

    Heute bin ich dann hier angelangt:


    Welches Equipment ist vorhanden?:


    - JVC X7900

    - Elitescreens Acoustic pro UHD 2,6m Breite 16:9 (das ist das gleiche Tuch was XYScreen Soundmaxx 4k)

    - 7x Open 1001 Lautsprecher

    - 4x TheBox Pa 106 Lautsprecher

    - 4x Teufel S8000SW DIY BR Subs

    - 3x Samson Servo 300

    - 3x Samson Servo 120A

    - 1x PAS Audio PCA 2402

    - Pioneer SC LX 701

    - 2x Yamaha RX-V1800

    - 2x FreeDSP Aurora

    - HTPC Zuspielung


    Voraussetzungen:


    - 3,4m lang, 3,5m breit, 2,36m hoch

    - Technik im Nebenraum

    - Es steht ein Haus direkt Wand an Wand neben meinem, Bodenplatten etc sind getrennt (siehe Kapitel "Schallschutz")


    So sieht der Raum momentan aus:


    Blick durch die Projektionsöffnung:


    Anforderungen:


    - Referenzpegel

    - Nachhall um 0,2s

    --> "gute" Akustik...

    - Die Leinwand soll in einem schwarzen Loch schweben, ich möchte nix vom Raum sehen

    - 3 Sitzplätze

    - keine zu große Schallübertragung ins Nachbarhaus


    Herausforderungen:


    - Raummoden/jegliche Art von Reflektionen..

    - Belüftung

    - geringe Distanz zu den Lautsprechern (Ortbarkeit, Rauschen)

    - zu geringer Abstand zu Begrenzungsflächen um sinnvolle Diffusoren einzusetzen (15cm aufwärts)

    - bestimmt noch viele mehr, die mehr erst im Laufe des Baus auffallen werden....


    Vorteile eines kleinen Raumes:


    - Moden bereits durch verhältnismäßig dünne poröse Absorber vermeidbar (die 1. Mode liegt über 50hz)

    - damit ein frühes Einsetzen der Grenzflächenverstärkung und Modenfreiheit unter 50hz

    - weniger potente Lautsprecher nötig

    - weniger Endstufenleistung nötig

    - Beamer muss nicht extrem lichtstark sein, da die LW nur 2,6m breit ist


    Was wurde schon gemacht?:


    - Verputzen (nur Unterputz, sieht man eh später nicht mehr)

    - Einbringen von Leichtestrich, Entkopplungsbahn und und insgesamt 43mm OSB

    - Deckenverkleidung mit 40mm Holzwolle und 15mm OSB

    - Wanddurchbrüche für Beamerfenster, Notzugang, Lüftung und Kabel

    - Bau des Ständerwerkes

    - Montage der Schallschutztür


    Was muss noch gemacht werden?


    - Dämpfungsmaterial in Ständerwerk anbringen und mit Unkrautvlies verkleiden

    - Rahmen bauen und mit Adamantium beziehen

    - MLS Verlattung bauen und mit Adamantium beziehen

    - Veloursteppich einbringen

    - Amiran Scheibe installieren

    - jeglicher Technikkram..

    - bestimmt noch mehr....


    Lautsprecher:


    Es soll ein 7.1.4 System installiert werden, jedoch nicht mit Back Surrounds sondern mit Front Wides, welche per Dolby Pro Logic Decoder (dafür die zwei Yamaha RX V1800) gespeist werden. Später kommen evtl. noch Backsurrounds dazu.


    Ich verwende folgende Lautsprecher: http://www.hifi-forum.de/viewthread-267-560.html


    Ich habe sie jedoch in geschlossene 20L Gehäuse verfrachtet und so die Tiefe deutlich reduziert.


    An der Decke kommen spottbillige TheBox Pa 106 zum Einsatz, die für einen Stückpreis von 49 Euro einen TMT mit Gußkorb, einen echten Horntreiber (kein Piezo) und eine vernünftige Weiche mit mehr als nur einem Elko vor dem HT bieten (bzw. boten--> nicht mehr erhältlich). Unglaublich was man da fürs Geld bekommt.


    Hier ein paar Messungen der Treiber: http://shiro00000.blog46.fc2.com/blog-entry-1249.html


    Als Subwoofer kommen 4 DIY BR Subs mit Teufel S8000SW Chassis zum Einsatz. Die konnte ich mal für 30 Euro das Stück inklusive Versand bei Ebay schießen.

    Habe die TSP gemessen und sie in ein 25cm tiefes 85L Gehäuse mit einem 25hz Tuning verbaut. Das war ursprünglich für mein viel größeres Interimskino gedacht, aber was solls.

    Wird definitiv brutal in dem kleinen Raum, sollte sich aber problemgrlos entzerren lassen. Laut Simu bis zu 135db bei 25hz mit Grenzflächenverstärkung:mad:





    Das akustische Konzept:



    Durch den fast quadratischen Grundriss überlagern sich Längs- und Quermoden. Daher werde ich ein SBA oder DBA einsetzen. Das Ständerwerk wird so gebaut, dass ich zwischen einem 2x2 DBA und einem 4er SBA leicht wechseln kann.

    Zunächst werde ich das SBA testen, dazu wird die Rückwand soweit möglich vollflächig mit 20cm+20cm Luft (ja der Raum wird dadurch noch kleiner :sad:) und die Front mit 25 cm Sonorock verkleidet.


    Das Ständerwerk wurde aus Elliotis Pine Sperrholzplatten angefertigt, diese sind billig, stabil und verziehen sich kaum. Mit meiner Formatkreissäge habe ich diese in 11,5, 20 und 25cm breite Streifen geschnitten und nahezu alles mit diesen 3 Maßen gebaut. Vorteil gegenüber Latten/Woodpro/Fermacell Ständerwerk: Ich muss keine Böden mehr einlegen und günstiger ist es auch noch.

    Die zentralen Ständer sind 40mm dick und die gesamte Konstruktion so stabil, dass ich sie auch mit großer Anstrengung nicht mehr als 1mm bewegen kann.



    U.u. kann ich so auch noch eine unendliche Schallwand ("Bafflewall) realisieren, wenn ich mit den 25cm Sonorock nicht zufrieden bin. Noch ein paar Querstreben rein, Platten drauf und fertig ist die unendliche Schallwand.


    Trennung soll bei 150HZ erfolgen. Der Pio hat leider wie alle Pioneer AVRs das "Feature", dass die Trennfrequenzeinstellung der Satelliten auch den LFE beschneidet :beat_plaste Dafür gibt es das Feature Auto Phase Control Plus, welches den Teils schon auf der Disk verzögerten LFE Kanal automatisch anpasst.


    http://www.hifi-forum.de/viewthread-36-16341.html


    Das gesamte Ständerwerk der Seitenwände (sowie 2/3 der Decke sowie um die Atmos LS) wird dann noch mit 10cm Termarock 50 mit 10cm Wandabstand aufgefüllt. Die Nachhallzeit sollte am Ende vermutlich bei 0,1s oder so liegen.

    Nun werden die nicht Erstreflektionsflächen nach und nach mit Holzlatten (die natürlich ebenfalls wieder aus Elliotis Pine bestehen) verkleidet. Diese sollen im MLS Muster angeordnet werden, sodass auch noch ein nicht in der Zeitdomäne wirkender Diffusor entsteht. (Amplitude Grating Diffuser)



    Bei mir bleibt allerdings der Bereich auf Ohrhöhe insgesamt 1m hoch frei von Latten.

    Quelle: Gearslutz



    Dies wird mit Messungen begleitet bis eine Nachhallzeit von ca 0,2s erreicht wird und die Energy Time Curve dennoch einwandfrei bleibt.


    Ich kann durch die Öffnungsfläche bzw die breite der Lattung genau bestimmen in welchen Frequenzbereich ich nun reflektieren bzw absorbieren möchte.


    Ich möchte keiner SBIR mehr sehen, den halte ich für genauso schädlich wie Raummoden. http://arqen.com/acoustics-101…nt-boundary-interference/


    Der komplette Raum wird mit Adamantium Acoustic verkleidet (nur vor den LS nicht). Er wird später press auf der Verlattung aufliegen, sodass seine Bedämpfung nur dort zum Tragen kommt, wo sowieso Erstreflektionsabsorber sind.


    Nun wären wohl auch Diffusoren im hinteren Bereich eine erstrebenswerte Sache. Die Abstände sind jedoch sehr gering, für den Referenzplatz jedoch vertretbar. Mal schaun, das Thema schiebe ich erstmal auf.


    Belüftung:


    Der Raum ist klein (wie oft werde ich das wohl noch schreiben?..) und somit die Luft schnell verbraucht. Es wurden also 2 Löcher für Zu- und Abluft in die Wand gestemmt und 125er KG Rohre eingebaut. Daran ein großer Lüfter aus dem Growerbedarf (wo man natürlich nur Tomaten anbaut :rofl:), der p er Stufentrafo auf 70V gedrosselt wird und bei dieser Geschwindigkeit herrliche Lagergeräusche von sich gibt.....

    Die fertigen Schalldämpfer waren mir zu teuer und ich möchte keine Steinwolle o.ä. in meiner Lüftungsanlage. Daher fix was selber gezimmert und mit 6cm RG 25/40 Schaum ausgekleidet.


    Passt und ist nun leise. Zur Not kann ich noch einen Dämpfschlauch (ich nutze Phonictrap statt Sonodec) anschließen und die Geräusche weiter reduzieren.



    Schallschutz:


    Der (zumindest Luftschall) Schallschutz zum Treppenhaus hin war mir wichtig, daher habe ich eine 42db Terassentür verbaut, welche dem Schallschutz der 11cm Vollstein-Bimswand entspricht. Das war aus heutiger Sicht betrachtet ein Fehler.


    Solche Terassentüren haben 3 Dichtungen, schließen dank insgesamt 11 Zapfen sehr dicht und besitzen automatisch eine Klimaklasse über 3, naja jedenfalls verziehen sich sich bei Temperaturunterschieden nicht. Ich habe das in mehreren Tonstudios gesehen, dort wurden diese Türen als günstige Alternative zu herkömmlichen Schallschutztüren gehandelt.


    Normalerweise haben sie nur auf einer Seite einen Griff, ich benötige ihn jedoch auf beiden Seiten. Also bestellte ich die Tür mit Getriebe und somit 2 Griffen. Geliefert wird sie mit einem Griff und kaputter Scheibe :beat_plaste Der Kundendienst rückte an und ich beschwerte mich auch gleich über die Fehllieferung.

    Dann machte man mir jedoch ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Man hatte wohl keine Lust auf den Rücktransport des 115kg Monsters, also bot man mir die Tür mit neuer Scheibe für 250 Euro (!!) an. Da sagte ich als alter Schnäppchenjäger natürlich nicht nein und dachte mir: "Bohrste halt ein Loch für den Griff auf der anderen Seite, das haste auch schon bei ner anderen Tür so gemacht"




    Tja... Das ging aber nicht, der Rahmen ist zu breit :shock: Pech gehabt... Wie kommt man nun zur Not von außen ins Kino? Durch dieses schnuckelige Fenster, welches noch im Keller lag :rofl::


    Bild siehe nächster Post...


    Das dient zugleich als Notausgang (es lässt sich relativ einfach aufbrechen..), jedoch sollte man nicht zu dick sein, sonst geht man halt drauf :evil:


    Bild


    Die Leinwand ist 2,6m breit und ich werde später ca. 2m davon entfernt sitzen. Das habe ich im Interimskino bereits getestet und für gut befunden, zumindest für den Masterplatz. Ich schaue meist sowieso alleine...

    Der X7900 ist auf einer solchen Popelleinwand hell genug, sodass ich im niedrigen Modus mit der Blende auf -6 noch knapp 20FL auf die LW bekomme.


    Das Elitescreens AcousticPro UHd entspricht dem Soundmaxx 4k, es ist das gleiche Tuch, hat damals nur mehr gekostet...


    Der Raum wird vollständig mit Adamantium Acoustic verkleidet. Dadurch werde ich fast den vollen Kontrast des JVCs auf der Leinwand sehen können, da freue ich mich schon drauf.

    Überdämpfung bzw ungleichmäßige Bedämpfung sollte dank Verlattung nicht entstehen, siehe Kapitel "akustisches Konzept".


    Durch die geringe Länge des Raumes steht der Beamer ca 60cm entfernt von der Wand des Technikraumes. Die Scheibe (6mm Amiran) wird daher 60x38cm groß werden. 150 Euro weg :beat_plaste





    Das wars fürs Erste, ich berichte wenn es Fortschritte gibt und ergänze noch ein paar Kapitel. :sbier:




  • Noch ein paar Bilder da das Limit im ersten Post erreicht wurde.


    Vor Tür und Fenster kommen "Absorbertüren" die mit aufgeklappt werden können, dazu sind dort diese Balken montiert.

  • Na das schaut doch schon spannend aus, freu mich auf mehr. Mein Raum ist auch nur ein bischen größer, dafür kann ich die Technik nicht auslagern.

    Besonders interessiert mich das mit dem Diffusor. Wie berechnet man die Breite und Abstände der Latten? Bzw. wie weiß man vorher schon welche Frequenzbereiche man bearbeiten muß? Bin leider VollprofiLaie :unsure:

  • Bei den von mir geplanten Diffusoren benötigt man kein QRDUDE. Es sind keine Diffusoren "im herkömmlichen Sinne" a la QRD, da sie nicht in der zeitdomäne wirken sondern nur "scattern". Dafür müssten sie verschieden Vertiefungen haben, die Amplitude Grating Diffusers besitzen aber immer nur eine Tiefe. Zudem ist der Wirkungsbereich beschränkt, jedoch kann man sehr nah davor sitzen ohne negative Effekte zu hören.


    Alternativ kann man auch einfach Latten vor den Absorbern anbringen und immer einen Schlitz lassen. Das birgt aber denke ich die Gefahr von Flatterechos bei meiner Anordnung. Die Breite und den Abstand der Schlitze kann man einerseits anhand der Wellenlänge und Öffnungsfläche bestimmen oder diesen Rechner nutzen:


    Multi Layer Absorber Calculator:


    Ich werde erst alles mit Absorbern zupflastern und dann je nach Bedarf bestimmte Frequenzbereich reflektieren um das Abklingen so gleichmäßig wie möglich zu gestalten. Das im Vorraus genau zu planen erscheint mir nicht möglich.


    MLS (Maximum Length Sequence) ist nichts anderes als eine pseudozufällige binäre Zahlenfolge.


    Normalerweise beträgt die Öffnungslfläche (Verhältnis Latten/freiliegend) bei MLS immer 50%. Man kann die Latten jedoch auch etwas verbreitern. So kann man eine Öffnungsfläche bis ca 35% erreichen, zumindest laut Erfahrungen aus dem Gearslutz Forum.


    Hier findest du einige Infos zum Thema: https://www.gearslutz.com/boar…tude-diffuser-anyone.html




    Dann gibt es noch PRN Diffusoren, welche ebenfalls gleichzeitig Bassabsorber sind und einfacher zu bauen sind als QRDs:


    https://www.aes.org/tmpFiles/elib/20200928/18225.pdf


    Verwendet und erfunden von dem leider verstorbene "Boggy" :

    https://www.gearslutz.com/boar…ustic-design-mark-ii.html

  • Ich bin auch gespannt und wünsche dir viel Spaß beim bauen:-)

    Mein Raum ist auch nur 3,50 x 4,10 x 2,50 m


    Zu deinem Bild oben: Die Teile oben und sind dann Mehrschichtabsorber? Müssen die dann in einen luftdicht geschlossenen Kasten verbaut werden?

  • Zu deinem Bild oben: Die Teile oben und sind dann Mehrschichtabsorber? Müssen die dann in einen luftdicht geschlossenen Kasten verbaut werden?

    Das sind normale poröse Absorber mit schallharten Flächen davor, um ab einem gezielt gewählten Frequenzbereich nicht zu überdämpfen.

    Was du meinst sind wahrscheinlich Platten/Membranabsorber, die Luftdicht verschlossen sein müssen.

  • Danke dir:respect:

    Die Paneele werden aber in dem Bereich der Erstreflexionsabsorber nicht beschnitten, sonder gehen dahinter durch oder?

    Sprich der Absorber sitzt "davor"?

  • Öhm, das verstehe ich jetzt nicht ganz :think:


    EDIT: Ah doch, jetzt...


    Die Lattung ist im Bereich der Erstreflektionen unterbrochen. Dort werden einfach Stoffrahmen statt Latten auf dem Ständerwerk angebracht. Von der Seite gesehen liegt das dann alles in einer Ebene.

    Sonst wären das ja 40cm Platzbedarf :shock:


    Zu deinem Bild oben: Die Teile oben und sind dann Mehrschichtabsorber? Müssen die dann in einen luftdicht geschlossenen Kasten verbaut werden?

    Man könnte das sogar mit hinten abgedichteten Kammern machen und so die das Ganze in eine Art Helmholtzresonator verwandeln. Macht der von mir oben genannte Boggy bei seinem MyRoom MK2 Konzept so.


    Aber bei mir ist es so wie die Crown Endstufe es beschrieb :zwinker2:


    PS 4,10m ist doch Luxus :big_smile:

  • Auweia sorry war mein Fehler, dass Bild mit dem Schlitzabsorber in MLS-Anordnung ist ja garnicht dein Raum:beated:

    Dachte mir schon "will er jetzt mit ner Kreissäge dadurch":rofl:

    Alles klaro jetzt hab ich es:big_smile:


    Ob ein 2x2 DBA oder 4er SBA sich bei dir besser macht, bleibt interessant.

    Mal rein theoretisch, würde der hintere Absorber bei der 1. Längstmode von 50Hz einen Alpha von 0,5 hergeben, was nicht ganz schlecht, aber auch nicht die Welt ist und vermutlich noch deutlich entzerrt werden muss. 50Hz als Mode ist wohl schon sehr fies. Dafür dürfe bei der 2. Längstmode nichts mehr übrig sein.

    Beim DBA reicht vermutlich die Dämmung aus, um den "Rest" bei 50Hz noch deutlich mehr runter zu drücken als beim SBA.

    Ich tippe auf ein Finales DBA:sbier:

  • :big_smile:


    Ich erinnere mich noch an ein Kino mit SBA, welches nur an der Frontwand Dämpfungsmaterial besaß. (Thread war im Beisammenforum) Das hat entgegen der Simulationen gut funktioniert und ich hoffe, dass die 30cm vorne auch noch etwas bringen.


    Auf die DBA-Einmessodyssee habe ich nämlich wenig Lust :unsure:


    DIe Moden sollten durch das ganze eingebrachte Material auch nahe an die 60hz wandern.

    Aber warten wir mal ab wie es sich dann misst..

  • Ich erinnere mich noch an ein Kino mit SBA, welches nur an der Frontwand Dämpfungsmaterial besaß.

    Ich habe eine ähnliche Konstellation beim DBA mit 55cm Dämmung vorne und 0cm hinten. Wenn ich das hintere Gitter abschalte, ist der Frequenzgang natürlich nicht mehr schön, die Nachhallzeit bleibt aber dennoch unter 600ms.

  • Ich hatte zwischenzeitlich einfach keine Lust mehr, da andere Projekte wie z.B. das Verputzen der Fassade anstanden..


    Gestern ging es dann weiter:


    Die Erstreflektionsabsorber wurden hinten (zur Hinterlüftungsebene hin) mit "schwerem" Unkrauftvlies versehen und die Bestückung mit 2x5cm=10cm (:opi:) Termarock 50 begann. Daraufhin wurde leichteres Unkrauftvlies vorne draufgetackert.

    Dank Gegenlicht sieht das aus wie Samtstoff...



    Bei meinen wöchentlichen Touren zu den Elektrogeräte-Abfalltonnen (man glaubt nicht, wie viele funktionstüchtige Geräte weggeworfen werden..) fiel mir vor 2 Wochen ein elektrisches Brotschneidemesser in die Hände. Saubergemacht und neu geschmiert läuft es einwandfrei. Damit wurde das Zuschneiden der Steinwolle zum Kinderspiel:



    Die Kabel wurden natürlich vorher verlegt, es fehlen noch die Atmos-Lautsprecher-Kabel. Der weiche Kalk-Unterputz fiel beim Schlagbohren leider teils ab und ich habs mit Kalkzementputz neu verputzt. Hässlich, funktional und egal da Unterputz... Warum so viele einzelne Löcher? Da der Technikraum nicht nur als Technikraum genutzt wird, werde ich ein wenig Kunst mit sichtbar verlegten Kabel betreiben, aber dazu irgendwann mal mehr ...




    Ich wollte keine Heizkörper im Kino haben, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass diese bei gewissen Frequenzen nervige Geräusche von sich geben/resonieren... Die warme Luft kommt aus dem Nebenraum durch die Lüftungsanlage. Es wurden dennoch für alle Fälle Kupferohre verlegt und zur Vermeidung von Schallübertragung verkleidet.


  • Warum so viele einzelne Löcher? Da der Technikraum nicht nur als Technikraum genutzt wird, werde ich ein wenig Kunst mit sichtbar verlegten Kabel betreiben, aber dazu irgendwann mal mehr ...


    Die warme Luft kommt aus dem Nebenraum durch die Lüftungsanlage. Es wurden dennoch für alle

    Kunst? Sichtbar verlegte Kabel? Jetzt bin ich neugierig:think:


    Das Gleiche Lüftungskonzept habe ich bei mir auch geplant. Es ergibt für mich irgendwie keinen Sinn, im Kino zu heizen und die Aufgewärmte Luft gleichzeitig wieder raus zu saugen. Dann besser im Nebenraum heizen und von dort durch den Unterdruck ansaugen.

    Ich hoffe ich liege da gedanklich richtig.

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