Cats Kellerkino

  • Zu den Lautsprechern habe ich ein paar Fragen:

    1. Moe schrieb oben als Vorteil "Kontrolliertes Abstrahlverhalten". Wie äußert sich das im Klang? Kann man das in Worten beschreiben? Wir der Sound durch kontrolliertes Abstrahlverhalten besser ortbar? Könnte ich andere Lautsprecher mit kontrolliertem Abstrahlverhalten probehören und daraus auf die Eigenschaften der JBL schließen?
    2. Was ist das kontrollierte Abstrahlverhalten genau? Ich meine, in einem anderen Thread von Horizontaler / Vertikaler Bündelung bzw. breitem Abstrahlverhalten gelesen zu haben.
    3. Müssen die JBL hinter eine AT-Leinwand? Weil meine ist nicht-AT.
    4. Wie macht man den Center? Hinlegen? Nimmt man dafür andere Lautsprecher von JBL aus einer ähnlichen Serie?
    5. Welche Surrounds nimmt man dazu?


    Guten Morgen cat54,


    1./2. Prinzipiell kann man sagen, dass das Abstrahlverhalten darüber bestimmt, wie sich ein Lautsprecher unter Winkel verhält. Auch bei klassischen Konstruktionen lässt sich durch eine geschickt geformte Schallwand, Trennfrequenz, Platzierung der Treiber usw. das Abstrahlverhalten beeinflussen. Dieses beschreibt das Verhalten der Lautsprecher bei unterschiedlichen Abhörwinkeln. Ein Lautsprecher der frontal sehr linear ist, kann unter Winkel völlig aufbrechen und sich tonal total anders anhören. Man könnte meinen, das wäre für die meisten nicht interessant. Die Realtität sieht da aber anders auch, denn selbst wenn du den Lautsprecher frontal auf dich ausrichtest, führt das dazu, dass die Reflexionen an den Wänden völlig anders klingen tonal und damit eine deutliche Verfärbung eintritt.

    Weiterhin kommt dazu, dass bei solch großen Waveguides gezielt eine Richtwirkung erreicht wird. Das bedeutet der Lautsprecher wird unter Winkel deutlich schneller leiser, was dazu führt, dass überhaupt erst weniger (verfärbende) Reflexionen entstehen. Beides sind immense Vorteile.


    3. nein


    4. wie bei jedem anderen Center auch, sollte dieser auch in seiner Anordnung möglichst identisch zu den anderen Lautsprechern auch von der Ausrichtung sein (zumindest die MT/HT-Einheit ist erstrebenswert auch senkrecht zu stehen).


    5. Im Idealfall mit identischer Bestückung oder sehr ähnlicher Abstimmung.


    Prinzipiell sollte man sich den Sound eines Waveguides vorab mal anhören, jedoch stehen viele Kombinationen einfach unter einem schlechten Ruf, da Waveguide und Treiber nicht zueinander passen und es zu einem Bruch in der Schallführung kommt. Dieses wird von vielen nicht beachtet. Falls du die Möglichkeit hast, höre dir doch einmal die Lautsprecher von beckersounds an.


    Du könntest mit einer Kombination aus B300 an der Front starten und B200 für die Surrounds. Das sollte noch bezahlbar sein und ist später gut aufrüstbar. z.B. B300 als Surrounds, dafür B500 an die Front und die B200 an die Decke.


    https://beckersounds.de/produkte

  • Prinzipiell sollte man sich den Sound eines Waveguides vorab mal anhören, jedoch stehen viele Kombinationen einfach unter einem schlechten Ruf, da Waveguide und Treiber nicht zueinander passen und es zu einem Bruch in der Schallführung kommt. Dieses wird von vielen nicht beachtet. Falls du die Möglichkeit hast, höre dir doch einmal die Lautsprecher von beckersounds an.


    Du könntest mit einer Kombination aus B300 an der Front starten und B200 für die Surrounds. Das sollte noch bezahlbar sein und ist später gut aufrüstbar. z.B. B300 als Surrounds, dafür B500 an die Front und die B200 an die Decke.

    Vielen Dank für die Erläuterungen, das hilft mir sehr.


    Die B300 / B200 sagen mir sogar was, das waren doch die Follhanks aus dem Nachbarforum. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, benötige ich dafür pro Box mind. einen DSP-Eingang, zwei DSP-Ausgänge und zwei Verstärkerkanäle, richtig? Die prinzipiellen Vorteile der aktiven Lösung mit DSP sind mir bekannt, allerdings schien mir das für das Provisorium zu aufwendig. Und leider habe ich ein solches Setup noch nie gehört.


    Die B300 / B200 sind eine Lösung, die zusammen mit einem DBA eher für das finale Heimkino angedacht war. Für das provisorische Kino war bisher angedacht, LS an die Wände zu dübeln und an meinen Yamaha 3080 zu hängen - fertig. Aber entschieden ist das noch nicht.


    Sehr gerne würde ich mir ein Setup mit Waveguide-LS mal anhören, weil ich das noch nie gehört habe. Ich weiß nur nicht wo... :sad:

  • Das sehe ich genauso, aber warum ein Provisorium, gehe doch gleich die endlösung an :respect:

    Zeit und Geld. Die finale Version möchte ich eher von einem Profi bauen lassen. Deswegen war meine Denke, zunächst ein provisorisches Heimkino zu bauen, d.h. LS an die Wand dübeln und die Raumakustik mit einfachen Mitteln selbst hübsch machen (z.B. Vorhänge).


    Mit so einer Lösung komme ich ein paar Jahre gut klar. Wenn ein-zwei Bonuszahlungen auf meinem Konto gelandet sind, soll ein Profi den Auftrag für das "richtige" Kino bekommen.

  • 4. wie bei jedem anderen Center auch, sollte dieser auch in seiner Anordnung möglichst identisch zu den anderen Lautsprechern auch von der Ausrichtung sein (zumindest die MT/HT-Einheit ist erstrebenswert auch senkrecht zu stehen).

    Beide LS, die JBL und B300, sind allerdings recht hoch. Wenn die als Center unter-/oberhalb einer Nicht-AT-LW eingesetzt werden sollen, müsste wohl entweder die LW weiter nach oben oder die LS weiter nach unten. Beides nicht optimal.

    Deswegen würde ich in dem Fall eher flachere LS einsetzen.

    "A computer lets you make more mistakes faster than any other invention in human history, with the possible exceptions of handguns and tequila." - Mitch Ratcliffe

  • Das freut mich schon mal sehr zu hören, dass es andere Ausführungen der B300 gibt, die auch unter / über die Leinwand können.


    Bei mir ist die Leinwandfrage ja bereits entschieden, es wird eine Nicht-AT. Die Frage "AT-Leinwand" ja/nein ist nicht einfach zu beantworten, da entweder bei Bild oder Ton Kompromisse eingegangen werden müssen. Bei einer AT-Leinwand leidet i.d.R. die Helligkeit des Bildes, außerdem hat man Strukturen (Perforation / Webstruktur) auf der Leinwand. Dafür muss man im Ton Kompromisse eingehen: der Sound kommt nicht aus der Leinwand und man hat Reflexionen durch die Boden- bzw. Deckennahe Aufstellung.


    Meine Augen sind wohl besser als meine Ohren, deswegen gilt für mich Bild > Ton. :zwinker2: Aus diesem Grund wird es eine Nicht-AT Leinwand. Strukturen im Bild nehme ich recht gut wahr und empfinde die als sehr störend. Die hier im Forum beliebte XY Screen habe ich allerdings noch nie gesehen.

  • Mit einem CD speaker und anderer Ausrichtung ließe dieser sich noch deutlich vergrößern. Die meisten Besucher bisher haben sich daran nicht gestört, da sie ja auch dachten, es liefe ein Center ;) man hört es durchaus, aber mit center fand ich es in vielen Aspekten schlechter auf dem Main seat. Und da ich eh zu 90% allein schaue, geht das total klar.

  • Bei einem Sitzabstand 1:1 zur Bildbreite habe ich einen fehlenden Centerton bei "wandernden" Effekten bzw. Stimmen immer als lückenhaft emfunden, auch mittig vor der Leinwand.

    Seitlich vom Masterseat (ca. 60cm) war das noch auffälliger.

    Gruß


    kottan



    Wer schweigt stimmt nicht automatisch zu. Manchmal hat er nur keine Lust mit ... zu diskutieren.

  • Solche Kaliber zum Beispiel...


    LG


    Uwe

    die Dinger lesen sich Klasse, auch vom Preisleistungsverhältnis UVP unter 2500 , leider bleiben die 56cm Tiefe , wenn 30 Grad angewinkelt, aussen dann 70cm ? Das spielt zum Glück bei Deiner Planung keine Rolle, aber für die meisten Kinoräume sind 70cm in der Front bzw. der Länge, nicht umsetzbar. Gibt es überhaupt schon ein Heimkino wo die JBL eingezogen sind ?

    Ich bin betrunken vom Kitsch und bitter vor Neid.

    Frag ich den Regisseur, sagt er:Es tut mir leid,

    Das alles ist doch nur zur Unterhaltung gedacht.

    Was kann ich dafür, wenn ihr daraus ein Drama macht ?!“


    Aus dem Lied "Kintopp" von Keimzeit 1990

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