Heimkino Planung von Grund auf mit vielen Fragen

  • Hallo,


    Ich werde nächstes Jahr umziehen und mich nicht davon abbringen lassen, das Wohnzimmer so Heimkinotauglich wie möglich zu machen ohne das Wohnzimmer komplett aufzugeben.


    Der Raum befindet sich im ersten Stock und ist so gut wie Quadratisch, ich habe 526cm X 525cm gemessen. Die Deckenhöhe beträgt 248,5cm.


    Es gibt zwei große Fenster (131,5cm X 108,7cm) sowie eine Glastür auf der gleichen Seite zum Wintergarten (218 X 109cm). Dann gibt es noch eine Tür zum Flur (1965cm X 95cm) und leider noch einen Metall Pfeiler in 15cm X 15cm der das Dach stützt sowie eine Wendeltreppe die in einen 141cm X 140cm Durchbrauch zum „Dachboden“ führt.

    Ergänzung: direkt neben dem Pfeiler ist ein durchsichtiger Kasten eingezeichnet dieser beschreibt den durchbruch in der Decke. Die Wendeltreppe nimmt bei weitem nicht so viel Platz ein aber damit man sich das ganze vorstellen kann habe ich es mal so eingezeichnet. Iich könnte ggf. sogar ein Foto nachliefern. Wenn ich auf das folgende Bild bzw. meine Zeichnung gucke würde sogesehen an die Rechte Wand der TV usw kommen weil ich denke, dass wäre die Sinnvollste alternative aufgrund der Glastür die nicht versetzt werden kann Ich bin aber für Vorschläge offen.


    (Die Sketchup Datei kann ich auf Wunsch zur verfügung stellen)


    Mein Wunsch ist bislang ein Setup mit dem ich alle 3D Formate abdecke. Ich habe (viel) gelesen und lese immer wieder, dass die deutschen Tonspuren nicht so berauschend sind. Es gibt so gut wie keine Auro Filme aber in deutsch werden auch nur wenige Filme in Atmos abgemischt und wenn dann oft auch nur „schlecht“. Von daher gehen allem Anschein nach sehr viele dazu über die Auromatik „drüber laufen zu lassen“ weil es für die Meisten die besten Ergebnisse erzielt. Ich würde daher versuchen eine Kompromisslösung mit 13.1 zu realisieren die alle Formate abdeckt.

    Ergänzung: Ich meine Damit 7 unten, 5 oben + 1 Voice of God. Damit sollte sich wohl Atmos als auch Auro recht gut realisieren lassen nur die Winkel stimmen dann nicht 100%.


    Es geht mir dabei NUR um Kino, keine Musik. Da würde ich mir im Zweifelsfall sonst noch mal zwei Standlautsprecher stellen oder so, aber das soll erst mal komplett außen vorgelassen werden! Bislang würde ich dazu tendieren die Wand mit der Treppe als „Vorne“ zu nutzen. Die Tür zum Flur könnte man ggf. versetzen. Vermutlich wird auch noch eine Tür in die „hintere“ Wand gesetzt. Die Elektrik habe ich überlegt „unter“ bzw. hinter der Wendeltreppe verschwinden zu lassen und diesen „kleinen Raum“ über die Wände zu belüften also Kanäle zu legen. Andernfalls sollen die Geräte in den Raum hinter bzw. vor dem Wohnzimmer ausgelagert werden. Soweit so gut und weiter zu meinem Vorhaben:


    Ich komme von einem 6.1 System mit 6 identischen Standlautsprechern. Es handelt sich um ziemliche Voluminöse Lautsprecher mit einem Breitbande und einem 8“ TMT in einer TML. Der Lautsprecher ist ähnlich zu diesem Bausatz: https://www.lautsprechershop.de/hifi/sprot_bb.htm, jedoch mit einem Omnes Audio BB3.01 Breitbänder und als eine komplette Box aufgebaut. Die Lautsprecher sind soweit Top und ich bin heute noch zufrieden damit, leider gibt es den TMT jedoch nicht mehr zu kaufen. Außerdem bin ich ein Freund davon möglichst alle Lautsprecher identisch zu bauen. Diese Trümmer bekomme ich aber weder sinnvoll an die Wand gehangen, geschweige den unter die Decke als Voice of God…. Soweit ich jedoch verstanden habe ist für den LFE Kanal sowieso ein Übertragungsbereich von 120Hz – xxx Hz vorgesehen. Wo ich mir jetzt nicht ganz sicher war ob alles was ich dann als Übernahme Frequenz für die anderen Lautsprecher einstelle auch an den LFE Kanal weitergeleitet wird oder einfach „weggeschnitten“ wird? Ich bin nun zunächst von erstem Fall aus gegangen und von daher wäre ein linearer Lautsprecher der bis 80Hz spielt aus meiner Sicht ausreichen und die Ortbarkeit zu vernachlässigen. Dementsprechend würde ich gerne 13 „identische Lautsprecher bauen die ich an allen Positionen einsetzen kann. Dazu eignet sich aus meiner Sicht am besten ein geschlossener Lautsprecher bei dem ich mit den Abmessungen "spielen" kann. Ein In oder ON Wall währe wohl außerdem empfehlenswert aber da scheint die Auswahl sehr dürftig zu sein… Wie man vielleicht raus lesen kann wäre ich für einen selbstbau offen. Ich habe z.B. auch schon einige GrobiTV Videos geguckt bei dem immer wieder eine Marke genannt wird. Ich kann mir aber nie so richtig vorstellen, dass ich mit diesen kleinen, zugegeben sehr dezenten Lautsprechern, glücklich werden könnte und häufig Frage ich mich ob die Lautsprecher bei den Heimkinos mit DBA überhaupt frei genug stehen. Nach zig stunden hier und da lesen bin ich ehrlich gesagt auch immer mehr verunsichert und wollte jetzt mal konkret fragen zu was eure Empfehlung gehen würde.


    Dazu sei erwähnt, dass ich ebenfalls definitiv ein DBA realisieren möchte und daher sowieso vorne und hinten einige cm vom Raum „abtrennen“ werde. Für diesen Bereich wäre die Größe der Lautsprecher also irrelevant aber wie gesagt sobald wir dann zu den Seiten und Decken Lautsprechern kommen sieht die Sache schon wieder anders aus… Beim DBA bin ich auch noch nicht schlüssig bezüglich der Chassis. Ich habe schon viel zur Anzahl Größe etc. gelesen, auch zur Aufteilung in Kick und „Sub Bass“ diese Aufsplittung kann ich bislang jedoch nicht nachvollziehen, da ich für meinen Teil bis mit einem "normalen" DBA linear bis 20Hz runter kommen sollte und mir das Verständnis fehlt noch einen einzelnen noch tiefer spielenden Sub ohne die Vorteile eines DBAs für den Bereich von 30Hz bis 10 Hz rein zu nehmen udn noch mal zu trennen..., Aber vielleicht belehrt mich jemand eines besseren. Bis dato spiele ich mit dem Gedanken 4X4 15“ einzusetzen aber ich habe auch bereits gelesen, dass es damit Probleme geben könnte und 6X6 besser für den Bereich bis 120Hz sinnvoller wären, da müsste ich aber noch mal genau nachlesen. Wie ihr seht bislang nur gefährliches halbwissen…


    Der vordere und hintere Bereich soll jedenfalls Definitiv mit Akustik Stoff einheitlich bezogen werden. Momentan ist aber noch keine Leinwand und kein Beamer geplant sondern erstmal soll nur das Geld in den Sound gesteckt werden da ein 77“ OLED vorhanden ist der soweit sehr gute Dienste leistet.Später dann vermutlich eine durchlässige Leinwand und der Beamer im Nebenraum oder vielleicht auch ein Ultrakurzdistanz Beamer. Die sind ja momentan schwer im kommen....


    Bitte fragt nicht welches Gesamtbudegt ich geplant habe. Ich weiß, dass mein Vorhaben vermutlich sehr teuer wird und ich werde das Geld auch entsprechend irgendwie auftreiben aber logischerweise möchte ich wie alle hier möglichst viel für ihr eingesetztes Geld raus bekommen… Qualität hat ihren Preis, das ist mir bewusst aber es gibt aus meiner Sicht immer „Schnäppchen“ wenn man sich gut informiert bzw. es gibt so gute günstige Chassis. Ich habe nur leider keine Erfhrung mit Lautsprecher entwicklung.


    Was ich z.B. vom Lautsprecher an sich richtig klasse und günstig fand war die DAUmino „L“ : https://www.der-akustische-unt…diate-projects/daumino-l/ weil ich hier bedingt durch den schmalen TT nah an der Wand bzw. der Decke bleiben könnte aber der Erfinder meinte, dass die Wand nahe Aufstellung mit diesem Bauvorschag nicht funktionieren wird. Darüber hinaus bin ich mir unsicher ob der Pegel ausreichend wäre…Ich hatte zwischenzeitlich auch über Konstrukte mit Seiten Bass nachgedacht die man vermutlich Klasse an die Wand bzw. Decke montieren und den Hochton Bereich entsprechend anwinkeln könnte aber auch hier ergibt sich natürlich immer eine Veränderung der Schallwand sowie das Problem mit der Wandnahen Aufstellung.


    Ach ja, ein Umik1 ist vorhanden. Und ich habe auch schon überlegt alle Lautsprecher vollaktiv anzusteuern aber ich weiß nicht ob das (preislich) Sinn macht? Würde natürlich enorme Flexibilität bedeuten und beim Selbstbau Weichenteile sparen und für die Front könnte ich relativ bequem noch mal 10" 12" oder 15" als potenten TT ohne weitere Probleme ankoppeln. Ich kann das aber wie gesagt preislich gar nicht überblicken… Was die Raumakustik angeht müsste man später ebenfalls gucken. In den abgetrennten Teilen wäre ich für ALLES offen an allen anderen Stellen im Raum müsste man es zumindest etwas an den Raum anpassen, so dass es am Ende noch ein Wohnzimmer bleibt…


    So, dann bin ich mal gespannt welche Ideen ihr zu meinem Vorhaben habt!

  • Hallo Nils


    ich hab mich mal durch Deinen 1. Post durchgekämpft. Sehr lang.
    Daher hoffe ich, dass ich einiges beantworten kann. Wenn Du Deine Fragen mit 1., 2., 3., ... nummerierst wäre das hilfreich.


    Ich muß ehrlich gestehen, dass ich nicht genau weiß, wo die Leinwand hinsoll und wo die Treppe ist. Kannst Du das mal einzeichnen.

    Hinsichtlich DBA:

    Du kannst 4*15" oder auch 6*12" machen. Geht beides.
    Meine Vorliebe sind die 6*12" weill es da m.E. mehr Chassi gibt die meinen Ansprüchen genügen z.B. Lab 12 Eminence


    Das mit dem Trennen des LFE wäre eine Grundsatzdiskussion und die möchte ich hier nicht eröffnen.


    Du willst 13.1 realisieren. Das mußt Du nochmal genauer erklären. Keine Deckenlautsprecher aber 13 auf der unteren Ebene?
    Ich bin übrigens purist und halte von der Auromatik nicht viel.


    Bzgl. Lautsprecher.
    Wenn es bei mir so viele wären im Wohnzimmer die ich auch noch bei 80hz trennen möchte würden es klar passive werden, da m.E.

    a) Du sonst einen Fuhrpark an Endstufen und DSPs bekommt (außer Du kaufst eine richtige teuere Vorstufe ala Trinnov, Stromaudio, etc.) die Du auch verstecken mußt im Wohnzimmer

    b) Das ein teurer Spaß wird

    c) Das ein Verstärker wie der Denon 8500 H in der Lage ist alle Lautsprecher zu befeuern (ohne zusätzliche Endstufen)


    Wenn Du hohen klanglichen Anspruch hast, würde ich z.B. zu einer Satorique tendieren. (z.B. MTM). Schön flach aber BR. Nicht billig, aber sehr gut.

    https://www.satorique.de/satorique-serie/


    Es gib natürlich noch andere Bausätze und vor allem günstigere.

    Z.B. hier

    https://www.variant-hifi.de/ca…paktlautsprecher-106.html

    Zwangsläufig mußt Du schon sagen, wie viel Du ausgeben willst.


    VG Jochen

  • Ohne Deckenlautsprecher würde ich die ganze 3D-Sound Sache in Frage stellen.

    Falsch ist auch, dass es kaum deutsche Atmosspuren gibt, ich würde sagen, 100 Titel dürfte da nicht reichen und darunter gibt es auch viele erstklassige Abmischungen. Ist wie mit 2D-Sound auch, es gibt halt bessere und schlechtere, "besser" wird da auch durch eine Auromatik nichts, die meisten "Fans" nutzen sie eher für Musik.

    Von daher gehen allem Anschein nach sehr viele dazu über die Auromatik „drüber laufen zu lassen“ weil es für die Meisten die besten Ergebnisse erzielt.

    Für "die meisten" bestimmt nicht, den die meisten machen sowas nämlich gar nicht, auch wenn in bestimmten Händlervideos gerne dieser Eindruck vermittelt wird.


    Wenn es Dir sowieso nur um Filme und nicht um Musik geht, sind die dts- und Dolbyupmixer keinesfalls schlechter als die Auromatik.

    Unter solchen Voraussetzungen entweder ein echtes Atmossetup und zumindest die Atmosfilme korrekt wiedergeben (für den Rest dann bei Bedarf eben den Upmixer) oder es eben bleiben lassen.


    Alles andere ist dann schon ein Kompromiss im Kompromiss und angesichts des Aufwandes nicht zu empfehlen.

  • So, da bin ich wieder.


    Ich habe den ersten Post etwas ergänzt bezüglich der Gegenfragen auf meine Fragen ;-)


    Hier trotzdem eine kurze Ergänzung: Wenn du auf das Bild guckst ist die Treppe auf der rechten Seite vom Raum und da soll auch der TV bzw. später die Leinwand hin. Und es sollen 7 Lautsprecher unten, 5 oben sowie ein Voice of God werden.


    Bezüglich der Zahlen und Tonfromate: Ja es gibt natürlich deutsche Produktionen (ich meine es waren über 150) aber wenn die meisten dann fast nur in der unteren Ebene abgemischt werden könnte ich auch direkt mein bisheriges Setup im neuen Raum aufstellen… Von daher stellt sich mir die Frage schon. Aber wenn ich jetzt die Möglichkeit habe „alles richtig zu machen“ will ich das auch so gut es geht umsetzen. Ein DBA ist für mich so oder so Pflicht und von daher geht sowieso einiges vom Raum flöten. Da fallen die meisten Lautsprecher dann sowieso nicht auf weil sie in der selben „Wand“ verschwinden… Ich war zunächst auch sicher auf Atmos zu gehen weil DEUTLICH verbreiteter und ich das Konzept "klüger" finde aber ich habe so viel "schlechtes" gelesen das mich versunsichert hat und mich immer mehr zu Auro tendieren lässt. Wenn ich also beides realisieren könnte wäre es mir natürlich am liebsten.


    Ich nummeriere aber lieber hier neu, bzw. konkretisiere meine Fragen damit es noch leichter und übersichtlicher wird. Ich dachte nur, dass es Sinnvoll wäre mit einem ersten ausführlichen Post zu starten in dem möglichst viele (sinnvolle) Informationen enthalten sind um sich ein Bild zu machen.


    1. Frage ob aktiv oder Passive Lautsprecher: Habe ich schon raus gehört, dass es preislich vermutlich deutlich teurer wird und mir bei der Anzahl der Chassis davon abgeraten wird.


    2. Auswahl der DBA Komponenten: über den Lab 12 Eminence habe ich schon vieles gelesen aber die Daytona Chassis scheinen auch sehr empfehlenswert und günstiger zu sein soweit ich gesehen habe (dafür muss ich sie mit Pech im Ausland beziehen). In einem Nachbarforum gibt es wohl auch eine Vergleichstabelle wegen der ich mich dort extra versucht habe anzumelden aber leider wurde ich nicht freigeschaltet…


    3. Sinnvolle übernahme Frequenz, bzw. habe ich das Konzept bezüglich LFE Kanal richtig verstanden?


    4.Auswahl der Lautsprecher. Ich tute mich damit wie gesagt sehr schwer, immerhin muss ich 13 Stück kaufen… das potenziert sich natürlich schnell zu einer enormen Summe… schön Wäre ein Preis um die 100€ nur für Chassis und Elektronik bei einer passiven Variante. Wenn es dann aber 150€ wird werde ich es auch überleben. Alles was dann aber über 200€ liegt wird langsam Kritsch aus meiner Sicht. Ich bin natürlich auch nicht abgeneigt etwas Fertiges zu kaufen aber es müsste dann auch entsprechend einsetzbar sein. Ich habe beispielsweise schon gelesen, dass Leute ganz zufrieden mit der the box PA108 sind. Mit 67€ nun wahrlich nicht teuer, wenn Sie das hält was Einige sagen, aber ich würde das Ding ja niemals anständig unter die Decke bzw. halbwegs dezent an die Wand bekommen… (nur mal als ein Beispiel).


    5. Aufstellung der Lautsprecher, bzw. Sinnvollste Kompromissaufstellung.


    6. Letztendlich auch Auswahl des Receivers und die Frage ob es Sinn macht einen Vorverstärker einzusetzen und dann weitere Endstufen separat anzusteuern


    Ich denke das war es zunächst. Ansonsten ergänze ich noch mal ;-)

  • Wer kann mir erklären bzw. wo kann ich nachlesen welche Vorteile mehr Chassis im DBA haben. Ich lese immer, dass vier vorne und vier hinten (2x2) ggf. nicht die gewünschten Korrekturen bis 120hz ergeben. Von daher überlege ich 2x3 zu verbauen (also insgesamt 12 Chassis). Kann mir da einer bestätigen, dass das sinnvoll ist bzw. die zugrunde liegenden Infos zukommen lassen? Ich finde das leider nicht konkret... Aktuell tendiere ich unter diesen Umständen zu 8 bzw. 12 JBL gt-x1200. Die scheinen zwar nicht high end aber Preis Leistungs technisch ein heißer tip zu sein. Soweit ich gelesen habe ist wohl auch schon mit 8 Chassis der Pegel für meine Raumgröße ausreichend, aber das hilft ja nichts wenn es Probleme mit den höheren Frequenzen gibt.

  • Hallo Nils, um den LFE vollständig abzudecken, sollten die Chassis nicht weiter als 1,4m auseinander liegen, da die Grenzfrequenz dort genau 120Hz erreicht. Bei größerem Abstand bricht die Wirkung das DBA früher auf. Da du selbst bei 3 Chassis noch einen Abstand von ~1,75m erreichst, sehe ich das als unterste Grenze. Sinnvoll wären sogar 4x2 pro Wand, wenn du wirklich den LFE vollständig abdecken möchtest.

  • Mal kurz was Allgemeines: du planst ja sehr auf Preisleistung, wenn du mit dem Ergebnis dann zufrieden bist, ist das natürlich ideal. Die Mehrheit der Heimkinos hier entwickeln sich aber relativ schnell weiter, wie die Erfahrung zeigt. So kann es eventuell auch sinnvoll sein, hier und da am Anfang bereits etwas mehr zu investieren, da dies günstiger als ein späteres Upgrade sein kann.


    Beim DBA würde ich gleich hochwertige Chasis anschaffen (da gibt es unterschiedliche Meinungen zu, ich weiß). Bei den anderen Speakern bevorzuge ich, diese nach und nach zu erweitern. Also nach dem Motto: besser gutes 5.1 als schlechtes Atmos. Wenn das keine Option ist (da es gleich alle Speaker sein sollen): zumindest für die 3 Fronts was relativ Gutes nehmen! (Von den Thomann Eigenmarken halte ich nicht viel, würde ich nicht machen. Dann lieber ein gebrauchtes Kinoset (KCS, JBL).)

  • Die Lab12 habe ich gerade aus UK importiert für 155€/Stück. Bei 12-16 Chassis (ich bevorzuge eher die 16er Variante) ist der Alpine SWG1244 für mich eine interessante Preis-Alternative. 30-35L geschlossen sind zudem sehr freundlich für die Menge an Chassis.


    Der Cinetor HWG dürfte auch in deinen Preisrahmen fallen und den finde ich nach wie vor sehr gut. Toll dokumentiert und abgestimmt. Für die Decke sind die Anforderungen an die Abstrahlung immer andere, als in der unteren Ebene. Da würde ich eher auf Koax setzen, wenn du mehrere Plätze beschallen willst.

  • Vielen Dank für die Antworten. Ich kenne das Problem mit dem "MEHR HABEN WOLLEN"... Von daher bin ich ja bemüht möglichst direkt Vernünftig zu kaufen. In Welchem Preissegment wir uns dann tatsächlich befinden wird sich wohl (leider) daraus ergeben. Um das aber gut beurteilen zu können benötige ich einfach ein bisschen Unterstützung von Leuten die Mehr Ahnung haben, also euch ;-).


    Ich habe jetzt noch Mal den Wiki Beitrag zum DBA gelesen. Ich bin mir immer noch nicht 100% sicher ob ich alles genau verstanden habe, aber zunächst reicht es denke ich. Trotzdem habe ich noch eine Frage: Wenn ich das richtig gelesen habe, dann spielt die Größe der Lautsprecher keine Rolle? Ich könnte also die Abdeckung nicht durch einen größeren Durchmesser verbessern, da der Abstand von Mitte zu Mitte in zählt richtig? Von daher ist 12“ vermutlich schon das Optimum an Größe da sowohl ausreichend Tiefgang bei hoher Präzision realisiert werden kann und auch der Volumen Bedarf geringer ist, Richtig?


    Bei der Chassis Auswahl zum DBA dachte ich, liege ich gar nicht so weit daneben. Der JBL CS1214 wurde wohl sehr häufig als Verwendet weil gute Leistung für geringen Preis. Beim gt-x1200 handelt es sich wohl um dasselbe Chassis bloß mit anderem Namen. Die Empfehlung zum Alpine SWG1244 habe ich schon mal gelesen und auch, dass Moe den Entwickler kennt. Von daher wird dieses Chassis schon Sinn machen. Umso neugieriger bin ich wieso du dein Konzept umwirfst Moe. Ich meine gelesen zu haben, dass du 2 X 2 15“ Dayton DCS 385 verbaut hast und gerne mehr Chassis, vermutlich aus besagten Gründen verbauen möchtest. Deine Bestellung verrät mir demnach, dass du die Eminence den Alpine Chassis gegenüber bevorzugst. Kannst du mir verraten wieso?


    Der Cinetor HWG sieht tatsächlich interessant aus aber ich frage mich ob der Lautsprecher Tief genug spielt? Da müsste ich vermutlich schon bei 100Hz trennen. Wobei ich mir ja immer noch nicht 100% sicher bin ob das überhaupt ein Problem wäre wen das DBA sowieso alles ab 120Hz übernimmt, weil der LFE Kanal eigentlich so vorgesehen ist.


    Das würde zumindest bedeuten, dass der Bass egal was ich abspiele immer extrem „kontrolliert“ wäre. Ich habe ja verstanden, dass z.B. die Front Lautsprecher theoretisch (wenn auf Large gestellt) auch das volle Frequenzspektrum ausgeben aber hier könnte es dann ja theoretisch zu dem Problem kommen was ich durch mein DBA verhindern möchte: Raummoden bei tiefen Frequenzen die ich durch „normale“ akustische Maßnahmen in meinem Raum kaum bedämpft bekomme.


    Warum die Empfehlung für Koax an der Decke? Ich bin ein großer Freund von Breitbändern aber oft wird davon abgeraten aufgrund der Bündelung. Bislang habe ich damit nie Probleme gehabt, weil ich eh immer alles auf mich ausrichte und meine Gewählten Chassis bisher nie so groß waren und daher nicht so extrem gebündelt haben. Ich bin bislang davon ausgegangen, dass Koax sich ähnlich verhalten bzw. vom Abstrahlverhalten zwischen separaten Kalotten und Breitbändern liegen. Oder geht es darum, dass die Punkschallquelle bei Koax besser eingehalten wird und es daher ein gutes Optimum darstellt? Und letztendlich stellt sich mir dann wieder die Frage warum nicht überall denselben Koax verbauen?


    Ich bin mal gespannt wie lange sich in diesem Thema noch Leute tummeln bevor ich alle mit meinen Fragen vergrault habe. Ich befürchte immer, dass es so rüberkommt als wenn ich zu faul bin mich selbst zu Informieren und hier dann dumme Fragen stelle, aber tatsächlich habe ich vorher bereits stunden Lang gegoogelt. (deswegen schreibe ich auch erst Heute).

  • Das sind viele durchaus berechtigte Fragen. Die lab12 habe ich für ein anderes Kino geordert, welches ich jetzt etwas betreut und optimiert habe.


    12" machen pauschal nichts unbedingt besser, als 15" oder 18". Das muss man ganz individuell im Gesamtkonzept betrachten.


    Koax überall fände ich durchaus auch gut, aber ist nicht nötig. In der unteren Ebene veränderst du den abhoerwinkel im Regelfall nur in eine Richtung (nach links oder rechts) mit anderen Sitzplätzen. Nach oben und unten gibt es nahezu keine Abweichung. Bei deckenspeakern ändert sich der Winkel zu anderen Sitzplätzen immer in 2 Dimensionen, darin liegt für mich die schwierigkeit. Man kann natürlich auch Deckenspeaker direkt ausrichten. Das wird je nach groesse aber nicht gerade schön. Ist aber eine Option. Die Anforderung an das abstrahlverhalten bleiben aber etwas diffiziler als in der unteren Ebene. Der hwg sollte wandnah problemlos bis 80hz abdecken (das empfinde ich so als üblich).


    Breitbaender können schon gehen, für filmton fehlt mir da aber meist die spritzigkeit und Attacke. Oder wenn bb das können, gehen sie nicht tief oder brauchen riesen Hörner oder ähnliches. Das geht einfach besser. Für schönes stereo hifi finde ich die aber auch toll (gerade erst wieder b200 eingestellt und gehört). Weiterhin brechen diese unter Pegel einfach schnell auf bzw. Sobald hub entsteht. Für mich in der Summe alles Eigenschaften die für ein heimkino über zimmerlautstaerke nicht ideal sind.

  • So, da bin ich mal wieder.... Ich habe die letzten Tage wieder viel gelesen und verstanden welchen Vorteil Coax haben. Ich habe dann natürlich mal versucht etwas passendes zu finden aber alle coax die halbwegs Wirkungsgrad haben spielen nicht wirklich tief oder sind Schweine teuer (zumindest habe ich nicht wirklich etwas anderes gefunden). Ich bin dann aber noch über eine den Monacor so-308cx :

    https://mobil.hifitest.de/test…er/monacor-sp-308cx_13344 Auf folgenden Bauvorschlag gekommen:


    https://www.lautsprechershop.de/hifi/movi.htm


    Meine Idee wäre demnach nur den coax für Effekte zu nutzen und den Center und die Main Lautsprecher ggf. Später auf MOVI upzugraden. Fraglich ist jedoch ob der Frequenzgang am Ende glatt genug ist und coax alleine auch tief genug spielt... leider habe ich weder Bauberichte noch anderweitig Erfahrungen dazu lesen können.


    Ich werde aber noch weiter suchen. Den Erfinder der Cinetor habe ich ebenfalls angeschrieben weil ich noch ein paar Fragen zu den Lautsprechern habe...

  • Ja das sind Dinge die nicht gut vereinbar sind (Wirkungsgrad und Tiefgang). Mir wäre Wirkungsgrad da immer wichtiger. Durch Wandnahe Aufstellung gewinnst du Pegel untenrum und bei genügend membranfläche kann man problemlos noch etwas mit dem eq nachhelfen, sodass eine trennfrequenz von 80hz eigentlich nie ein Problem darstellt.


    Welche Fragen bestehen zum cinetor?

  • Bei der cinetor hwg wird ja genau das genutzt was du beschrieben hast (Siehe Frequenzgang) ich habe mir aber weiter Gedanken zu dem Bausatz gemacht und gegoogelt. Angeblich wurde die hwg Version sogar mal veröffentlicht weil zu wenig verkauft. Leider konnte ich das ganze aber nirgends finden... ich mache mir dennoch Sorgen wegen Deckenmontage usw. ich habe mittlerweile verstanden, dass die Chassis im besten Fall übereinander platziert werden sollten, das ist aber unter der Decke usw. natürlich nicht so leicht. Die Frage ist wie viel Einfluss das ganze haben wird und was z.b. bei inwall Montage passiert... das waren zumindest die hauptsächlichen Fragen (ich würde ggf. Effektlautsprecher soweit es die jeweiligen Winkel zulassen tatsächlich In die Wand einlassen, so dass der Lautsprecher eventuell nicht raus steht sondern die Wand ein Stück einfällt) Ich bin dann allerdings auch immer wieder abgeschweift weil jegliche dieser Modifikationen zu Änderungen im Abstrahlverhalten etc. führen und dann wieder bei Vollaktiver Ansteuerung und DIY DSP etc. gelandet... Ich war auch schon kurz davor Follgott anzuschreiben weil ich die beschrieben DSPs so nirgends finden konnte. Die entsprechenden Evaluationsboards sind ja lächerlich günstig. angenommen da müssen nur noch Buchsen draufgelötet werden und ein Netzteil drangehängt werden (sowie programmieren per entsprechendem Controller) dann würde ich zumindest mal eine Platine sofort kaufen und im Auto testen...

  • Die hwg wurde von einem User versehentlich geleaked. Die Grundthematiken hast du ja bereits verstanden, daran ändert aber auch eine Aktivierung nichts.

    Ich kann gerade für "unerfahrene User" solche "dsp-bastelloesungen" nicht empfehlen. Das akustische Thema ist komplex genug, um sich dann nicht noch damit herum zuschlagen. Mal eben einen toll abstrahlenden Lautsprecher zu entwickeln ist jetzt auch keine Aufgabe, die man nebenbei macht. Prinzipiell siehst du doch vorab alles, was du brauchst um eine Entscheidung bezüglich des cinetor zu treffen. Diese Bausätze sind besser dokumentiert, als die meisten fertig Lautsprecher. Dort dann noch etwas gratis abgreifen zu wollen, wohinter viel Arbeit steckt und was eh schon ein tolles Preis Leistungsverhältnis bietet, finde ich etwas fragwürdig. Gerade in anbetracht der Gesamtkosten eines solchen Baus und wenn man dann noch eine individuelle Beratung in Anspruch nimmt beim Entwickler. Bitte nicht falsch verstehen, aber das finde ich einfach nicht fair. :)

  • Nein Nein, ich versteh das schon und du hast auch vollkommen recht, insbesondere wenn man bedenkt, dass ich ja auch 13 Stück bauen würde, da kann man durchaus in den Plan investieren. Ich habe das wie gesagt nur so gelesen und dachte wenn es eh veröffentlich wurde (diesen Wortlaut habe ich so gelesen und es klang als hätte es der Entwickler geschrieben), dann hätte ich da natürlich im Vorfeld reingeguckt. Klar habe ich derzeit schon sehr viele Infos auch zur Cinetor, allerdings habe ich auch gelesen, dass ein waveguide ebenfalls eine eigene Charakteristik hat. Breitbänder kenne ich und ich kann deine Besorgnis verstehen bzw. Nachvollziehen. Der Entwickler wird jedoch auch am besten wissen ob inwall sinnvoll oder nicht sinnvoll ist und ich finde das kann ich ruhigen Gewissens vorher erfragen. Ich will mir halt einfach sicher sein bevor ich anfange tatsächlich zu investieren. Bei einem DSP z. B. sehe ich das Risiko für mich einfach sehr gering. Das Teil wäre universal einsetzbar und ich habe schon mit Arduinos und Raspberrypies gebastelt. Von daher würde ich mir einen DSP ebenfalls zutrauen und die Sigma App ist ja ziemlich einfach gestrickt...

  • Es geht laaaangsam voran...


    Ich habe mal angefangen meine Geplanten Komponenten mit geplanten Volumina im Raum positioniert.


    Zunächst habe ich das DBA gleichmäßig auf den Raum aufgeteilt.


    Rein rechnerisch müssten die Subs auf 828 höhe von unten und von Oben stehen. Mit einem Chassis Durchmesser von 300mm und Wandstärke des Gehäuses bin ich bei knapp einem Meter. Jetzt habe ich nach einem Richtwert für die Höhe des Hochtöners (bei mir Mitte des Chassis) der Lautsprecher der Unteren Ebene gesucht. Ich bin auf 110cm gestoßen. Kann mir das einer bestätigen? Das würde so grade eben aufgehen mit der Höhe zu dem Subwoofer, weil ich bei dem Geforderten Winkel von 30 Grad zur Sitzposition genau zwischen zwei Subwoofern gerate. Soweit würde es wie gesagt passen aber wenn ich den linken und rechten Lautsprecher auf den Sitzplatz anwinkle befürchte ich das es Reflektionen am Gehäuse des Subwoofers gibt. Ziehe ich die Main Speaker nach vorne ergibt sich vermutlich dasselbe Problem für die Subs….


    Wie würdet ihr das Problem lösen?


    Zum besseren Verständnis habe ich eine Zwischenstandsskizze angehängt. Dort stimmen die Positionen der Front LS aber nicht. Sie müssten noch ein paar cm weiter nach außen. Die Treppe (hier mit dem durchsichtigen Raum mit dem bläulichen Boden zu erkennen muss ich vermutlich sowie entfernen bzw. umbauen.

    Der tragende Pfeiler muss allerding bleiben.




    Aus meiner Sicht wäre die einfachste Option von der Lautsprecherhöhe abzuweichen damit die Chassispositionierung nicht so nah beieinander ist. Was würdet ihr empfehlen?


    Und dann habe ich noch eine weitere Frage: Meine Freundin möchte natürlich Stauraum im Wohnzimmer. Konkret geht es um die linke Wand (Perspektive wie auf dem Bild) hie würde ich ihr ca. 50cm zugestehen und die Wand ab der Tür mit einem großen Schrank oder so versehen. Nun ist die Frage ob ich dann meine Berechnungen so vornehmen sollte als ob der Raum 50 cm schmaler wäre und entsprechend das DBA und die restliche Lautsprecher Anordnung nach rechts verschiebe bzw. den Abstand der Subs neu aufteile oder ob ich die „verlorene“ Fläche quasi ignoriere?



    Aus meiner Sicht wäre die einfachste Option von der Lautsprecherhöhe abzuweichen. Was würdet ihr empfehlen?

  • Die Mitte der Sub Chassis auf 62cm Höhe plus 18cm bis zur Subwoofer Oberkannte macht 80cm. Selbst mit einem 2 Wege 12" Top kommst du max. auf 115cm Mitte vom Hochtöner, völlig in Ordnung.

    Weiterhin passt die horizontale Anordnung nicht wie Moe schon sagte.

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