LUMIÈRE - Heimkino von George Lucas mit THX-Kinolautsprechern und Vintage-Look

  • Der Betrachtungsabstand sorgt dafür, dass die Löcher unsichtbar werden und die Bildgröße sorgt dafür, dass Details größer werden und nicht mehr in dem Größenbereich der Löcher liegen.

    Das ist auch meine Beobachtung. Aus diesem Grund würde ich mikroperforierte Folien erst ab einen Betrachtungsabstand ab 3,50 Meter empfehlen - den Ton mal außen vor gelassen. Auf entsprechend groß dimensionierten Bildwänden werden dann auch UHD-Auflösungen in Pixelgrößer umfänglicher dargestellt.


    Bei einem Betrachtungsabstand unter 3,50 Meter würde ich ein Gewebetuch empfehlen, da mich die sichtbaren Löcher mehr stören als der leichte Im-Bild-Kontrastverlust. Das Alphaluxx Reflax Akustik Plus mit weißen Backing finde ich in meinem Kino einfach "homogener", da zwei der drei Sitzreihen unter drei Meter von der Leinwand entfernt sind.

  • Ist auch hier sichtbar

    Also ich weiß nicht, gut sichtbar ist das für mich nur auf diesem Bild mit dem nahen Abstand. Wenn ich mein Tablett so weit wegstelle, dass ich auf dem Bild die Perforationslöcher nicht mehr sehe (was sowieso Grundvoraussetzung für den Einsatz einer Folie ist), dann erscheint die Schärfe wieder gleich.

    Von daher frage ich mich, ob solche Ausschnittsvergrößerungen wirklich eine praktische Relevanz zur Beurteilung der Schärfe aus Betrachtungsabstand (!) haben.

  • Klar, das Closeup dient nur, um den Unterschied deutlicher auf zu zeigen. Helleres Schwarz ist doch das Grundthema, um das sich die Diskussionen der letzten 20 Jahre hauptsächlich drehen ;)


    Unabhängig von diesem Ausschnitt, der Unterschied bei den Haaren, siehe Link zum Opera HighGain Tuch, war vom Sitzplatz mehr als deutlich zu sehen. Und dann fing ich an, weiter zu suchen, zu vergleichen.

    Bei feinen Strukturen fällt es im Direktvergleich sofort auf.

    Bei anderen Objekten sticht es vielleicht nicht so deutlich heraus, aber die gesteigerte Schärfe ist immer sichtbar.

  • Hier ist ein Beispiel, wo die Folie eindeutig schärfer als Gewebe erscheint: links Screen Research ultimate, rechts: Screen Research Sonic white.

    Das ist aber nicht schärfer. Das täuscht imho nur. Ist genau so bei den alten LCDs vs. DILA. Im Ersten Moment erschienen die LCD auch immer schärfer wegen dem groben Raster / Pixelabstand.

    Da wurde dem DILA dann nachgesagt, dass er Analoger wirkte. Genau so ist es hier. Unser Auge wird hier durch die Löcher einfach getäuscht.


    Ich selber sehe bei Abständen, bei denen ich die Löcher nicht mehr sehe, keinen Unterschied was die Schärfe angeht zwischen verschiedenen Leinwänden.

  • Ich fände ohnehin 'standardisierte' Dinge wie Testbilder deutlich sinniger, wenn man objektive Vergleiche machen möchte.

    Ich kenne es auch meinem (Job) Bereich, dass zB die 'deutlich höhere Auflösung' von a) vs b), die vorgeblich augenfällig bei 'normalen' Objekten war, bei entsprechenden Test-Pattern nicht mehr nachzuvollziehen war.

  • Ich selber sehe bei Abständen, bei denen ich die Löcher nicht mehr sehe, keinen Unterschied was die Schärfe angeht zwischen verschiedenen Leinwänden.

    Richtig, das ist der Punkt. Bei den Abständen z.B. ab 3,5m sind solche Unterschiede nicht mehr der Rede wert. Da fällt ein digitales Nachschärfen im Signal deutlich stärker auf.

  • Richtig, das ist der Punkt. Bei den Abständen z.B. ab 3,5m sind solche Unterschiede nicht mehr der Rede wert. Da fällt ein digitales Nachschärfen im Signal deutlich stärker auf.

    Als Test nehme ich da übrigens immer Gemini Man, die Szene am Anfang wo Will Smith mit der Sniper da liegt. Da kann man wirklich jedes Barthaar zählen und wirklich alle Details sind sichtbar.

  • Bei den Abständen z.B. ab 3,5m sind solche Unterschiede nicht mehr der Rede wert.

    Darauf wollte ich hinaus bezüglich der praktischen Relevanz von Nahaufnahmen.

    Das erscheint mir so wie ein Effekt bei Oberflächen, die augenscheinlich gleich glatt sind und nur unter dem Mikroskop deutliche Oberflächenunterschiede zeigen.

  • Das ist aber nicht schärfer. Das täuscht imho nur.

    Letztendlich ist es doch egal, warum es schärfer wirkt, das Ergebnis zählt.
    Wie Anfangs geschrieben, lag es zumindest bei meinem Tuch, trotz Backing, nicht an der Oberfläche, sondern an der Aufhellung von hinten. Die Helligkeitsunterschiede sind geringer. Das wollte ich mit dem Ausschnitt von GLs Bildern zeigen: Bei der Folie sind feine, schwarze Flächen, neben helleren Flächen dunkler. Durch den höheren, örtlichen Kontrast wirkt es schärfer, da man die Strukturen besser unterscheiden kann.
    Ursprünglich dachte ich auch, es liegt an der Oberfläche, aber als ich weiter gesucht hab, und hinter der LW eine Holzplatte gespannt hab, hatte ich auf einmal auch eine ähnliche Schärfe wie davor mit der Folie.
    Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass es, zumindest bei dünnen LW-Tüchern, zu einer Aufhellung von hinten kommt. Zu dem Zeitpunkt war das Holz hinter der LW "nur" schwarz gestrichen. Habs dann noch zusätzlich mit schwarzen LS Stoff verkleidet.
    Trotzdem, wenn ich die LW leicht anhob und dahinter blickte, immer noch viel Licht.
    Hier nochmal der Link mit den Fotos, wie es hinter der LW aussah, damals noch ohne Backing:

    http://www.hifi-forum.de/index…05&thread=4019&postID=3#3


    Ich fände ohnehin 'standardisierte' Dinge wie Testbilder deutlich sinniger, wenn man objektive Vergleiche machen möchte.

    Klar. Ich hab mich zuerst gewundert, dass ich mit dem FoxyBrown Testbild keinen großen Unterschied sah (auch ein Indiz, dass es nicht die Oberfläche ist). Bis ich, siehe oben, die Geschichte mit der Durchleuchtung bemerkte: Das Foxy Brown Testbild ist zu dunkel, mit dem schwarzen Hintergrund und der farbigen Schrift.
    Ich hab mir dann, als ich mir das mit der Holzplatte ansah, auch schnell ein Bild gebastelt: Weißer Hintergrund mit schwarzem Text.

    Damit war der Unterschied wieder sofort sichtbar.


    Richtig, das ist der Punkt. Bei den Abständen z.B. ab 3,5m sind solche Unterschiede nicht mehr der Rede wert.

    und die Leinwand nur 2m breit ist, dann wird es schon stimmen.
    Bei meinem 300cm Sehabstand auf die 350cm Leinwand ist der Unterschied sehr groß.

    Ich find das Todschlagargument "Sieht man auf normalen Sehabstand, im Bewegtbild eh nimmer" nicht zielführend:
    Vieles, worüber wir hier seit Jahren und/oder seitenlang Diskutieren, wird man im Filmbetrieb nicht bemerken. z.b. der Farbraumthread, ob paar % mehr oder weniger: Wird man höchstens bei wenigen Szenen im Direkt vergleich sehen.


    Bei den Beamern wird ohne zu zucken ein 5 stelliger Betrag investiert, für minimale Verbesserungen.
    Hier reden wir von ca. 500,- Investment (für 400cm LW-Folie) für eine deutlich sichtbare Verbesserung, hier nochmal das Bild, wo es mir erstmals aufgefallen ist:


    Vielleicht ist eine Leinwand nicht so sexy, wie ein neuer Beamer, in meinem Fall war es ein günstiges Update mit deutlicher Verbesserung.


    Unabhängig von den diversen Bildern hier, am Besten ist natürlich sich selbst, zuhause, davon ein Bild (Wortspiel) zu machen.

    Im Gegensatz zu einem Beamer-Vergleich, welcher doch recht aufwendig ist (Vergleichsgerät besorgen, Aufstellen, Einstellen, usw.) ist das bei einer Leinwand recht einfach: Es gibt hier ja den Foren-Musterkoffer, bzw. die LW-Hersteller verschicken gerne Muster.
    Zur Not, auf die Schnelle macht die LW hinten Licht-Dicht oder klebt vorne einen weißen Karton auf die LW und seht euch solch feine Strukturen an.

    Oder hier eine schnelle Anpassung meines Testbildes, um die Auswirkung der "Kontrastschärfe" zu simulieren:


    Kann man jederzeit selbst mit diversen Fotos und einem Grafikprogramm simulieren:
    Aufhellen vs. dig. Schärfefilter (welcher im Grunde Helligkeitsübergänge verstärkt).


    Mein Tipp ist: Schaut es Euch mit einem Muster, etc. einfach mal selbst an. Dann könnt Ihr immer noch entscheiden.

  • Lumiére

    Weitwinkelkonverter für größeres Bild


    Foto: Michael B. Rehders - JVC DLA-N7 mit Weitwinkelkonverter in meinem Heimkino Lumiére.



    Bereits seit längerer Zeit wünsche ich mir ein größeres Bild. Der Betrachtungswinkel beträgt derzeit 1:1. Das bedeutet 2,80 Meter Bildbreite und 2,80 Meter Sitzabstand.

    Da meine Leinwand 3 Meter breit ist, habe ich einen Teil der Sichtfläche kaschiert, damit keine unbeleuchtete weiße Fläche sichtbar ist.


    Mit ein paar Weitwinkelkonvertern und sogar einer Weitwinkeloptik von Isco habe ich experimentiert. Gestern dann der Durchbruch!


    Der Reihe nach.

    Zum Hintergrund:

    Durch den Umbau meines Heimkinos ist es nicht mehr möglich, mit dem JVC DLA-N7 die vollen drei Meter der Leinwand auszuleuchten. Die Leinwand rückte rund 50 Zentimeter von der Wand ab, so dass die großen Kinolautsprecher (JBL 3678) und jede Menge Absorber dahinter Platz finden. Der DLA-N7 ist zu nah dran, so dass der Brennweitenbereich des Objektivs nicht mehr ausreicht. Weiter nach hinten verschieben kann ich den Beamer mangels Raumlänge von 5 Metern auch nicht. Weitere Experimente (z. B. Spiegel) habe ich abgebrochen, da kein zufriedenstellendes Ergebnis herausgekommen ist.


    Weitwinkeloptiken

    In der Fotografie gibt es günstige und teure Weitwinkelkonverter. Auf solch einen habe ich jetzt zugegriffen - und das mit dem gewünschten Ergebnis. Ich habe den Konverter an das Objektiv des JVC "geflanscht" und erhalte die gewünschte Bildgröße. Sogar Spielraum ist noch etwas vorhanden, so dass ich leicht ins Tele zoomen kann, was dem Kontrast zugute kommt.

    Messungen werde ich noch durchführen, um die subjektiven Eindrücke zu überprüfen.


    Foto: Michael B. Rehders - Gut zu sehen sind die Kleberrückstände auf dem Leinwandtuch.


    Die ersten Eindrücke mit dem Weitwinkelkonverter sind so gut, dass ich die Kaschierung bereits von der Leinwand abgenommen habe. Die Kleberreste kann ich leider nicht entfernen. Föhn mit Heißluft und andere Hausmittel funktionieren leider nicht, da der Kleber sich in den Webschichten der Alphaluxx Akustik Plus festgesetzt hat.


    Also muss eine neue Leinwand her.

    Hier kommt die neue Alphaluxx Akustik Plus G3 ins Spiel.


    In Kürze mehr zu beiden Themen.

  • Super!

    Dachte daran auch schon mal, aber irgendwie immer wieder verworfen weil ich dachte, damit das gut ist, braucht es ein teures Teil.

    Wenn du sagst 40€ und es sieht gut aus dann ist das top.


    Bin gespannt wie es nach näherer Betrachtung mit Eck Schärfe, CAs unsw. aussieht.

    Aber wenns klappt ist das ja mal echt ein Problemlöser!


    mfg

  • Mahlzeit,


    wie soll ein simpler Vorsatz aus einem long throw ratio Projektor Objektiv eine optimale Weitwinkel Synergie erzeugen ?

    Wenn man sich Objektive für den Weitwinkel anschaut, dann sind diese a) deutlich teurer und b) extrem optimiert was die versch. Zusatz

    Linsen intern angeht.

    Wozu braucht man das, wenn es ein simpler 40€ Vorsatz genauso gut machen kann ?


    Also dieses Thema hatten wir schon vor Jahren und auch heute hat sich das nicht geändert.

    Zwischen Nutzbar und einer optimierten Anpassung, sind deutliche Unterschiede zu verzeichnen.

    Insofern halte ich von solchen Zusätzen überhaupt nichts, auch nicht vor den einfacheren Consumer Objektiven.


    ANDY

  • Wer schreibt denn was von optimal?

    Nein optimal wird sowas nicht sein.


    Aber es geht darum in einer speziellen Anwendung das Optimum aus den verfügbaren Mitteln rauszuholen.


    Was ist also die bessere Variante?

    Auf die gewünschte Bildbreite zu verzichten, oder nicht störende Bildqualitäts Einbußen?


    Und wie ich George Lucas einschätze, würden ihm ja deutliche Fehler auch sofort auffallen. Daher bin ich auch sehr gespannt was in weiterer Folge messtechnisch rauskommt und ob doch noch störendes auffällig wird.


    mfg

  • ich weiß wie der Test ausfallen wird...:zwinker2:


    Nur wozu sollte man das Bild unnötig verschlechtern ?

    Die Alternative wäre ein Durchbruch in der Wand oder einen anderen PJ mit anderem Objektiv.

    Oder dann ein Anarmophot, den es ja sogar kompl. passend zum JVC geben würde. Nur eben für Faktor 200 im Preis.


    Ich schrieb ja nutzbar, aber mehr dann auch nicht.


    ANDY

  • und sowas aus der Ecke, die bei jeder Kritik an einem 25k$-Gadget sofort um Contenance und 'selber ausprobieren' wirbt?

    Tse..:think:

  • Nimm mal deine personenbezogene Befindlichkeit "Polemik" raus und betrachte das Zitat als grundsätzliche Feststellung.

    Daher wozu der Aufwand, wenn es doch so einfach wäre ?


    Du weißt sicher was echte Weitwinkelobjektive normal kosten bzw. mehr kosten und hast sicher auch schon Objektive zerlegt ?


    ANDY

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