30 Dezibel Bass-Pegel-Anhebung: Genialer Overkill oder akustischer Schwachsinn?

  • Immer häufiger lese ich hier im Forum, dass einzelne User den Bass-Pegel (Subwoofer) mächtig anheben.

    Hier spreche ich nicht von 3 bis 7 Dezibel. Es werden bis zu 30 Dezibel genannt.


    30 Dezibel spielen die Subwoofer demnach lauter als alle andere Lautsprecher.


    Was ist davon zu halten?


    Schmieren bei derartigen Bass-Pegel nicht die anderen Frequenzen völlig zu?

    Sind die Tonmischungen der abgespielten Musikstücke/Filme so schlecht?

    Wie kann man überhaupt einen LFE-Kanal nach Einmessung um > 20 dB im Pegel anheben?

  • Ich glaube nicht, dass es darauf eine pauschale Aussage geben wird. Ich kann es mir bis auf vereinzelte bassarme Aufnahmen nicht vorstellen. Aber es gibt auch durchaus Musik, wo ich tendenziell den Bassbereich lieber schlanker mag, damit es mehr "klatscht" und andere Sachen vertragen richtig Basspegel. Am Ende spielen da sicher sehr viele Faktoren eine Rolle. Wer eine dicke Reso bei 40-50Hz hat, hat auch mal schnell 20dB mehr in dem Bereich. Ein sehr gut linearisiertes Bassystem mit wenig Nachhall kann da sicher in der Summe auch schnell mal 20dB lauter sein und trotzdem homogener / richtiger klingen.

  • Moin, höre das zum ersten Mal. Das geht doch gar nicht gut, man hört nur wummern und...

    Lass sie doch, wenn sie dann das Gesprochene nicht verstehen, selber Schuld.


    Obwohl ich bei mir mit dem Tiefton zufrieden bin, und könnte einem auch damit das atmen schwer machen, habe es lieber etwas leiser als den Rest.

  • Achtung Leute,

    hebt bloß nicht den Pegel des LFE Kanals an!

    Auch nicht nur 1db.

    Bei neueren Filmen kommt es durchaus vor, dass der LFE Kanal bis 0db ausgesteuert ist. Eine Anhebung um 1db führt da schon in die Übersteuerung.

  • Das hatte nix mit schwachsinniger Überhöhung zu tun sondern mit Konzertpegel. Andy hat mich verstanden. Ihr leider nicht. Bitte in Zukunft etwas mehr den Kontext beachten und keine Zitate aus dem Zusammenhang reissen.

  • Mal zum Verständnis,

    wenn man permanent am Suwooferpegel oder Centerpegel rumregeln muss hat man wahrscheinlich eine schlechte Raumakustik.

    In der Regel sollte man mit einem gut eingestelltem Preset auskommen. Ich schaue im Prinzip alle neuen Filme mit einem Preset. Die Subs sind dabei ca. 2-3db lauter als die Mains bei 1kHz. Die Menschen besitzen heute gute Subwoofer. Das wissen die Toningenieure und mischen die Filme entsprechend ab.

    Früher war das nicht so. Daher haben die Toningenieure aus dem Kinomix Bass raus genommen. Für solche älteren Filme habe ich Presets mit mehr Bass etc.

    Man kann jetzt wie George Lucas sagen das ist halt ein Zeitdokument. Das halte ich für völlig korrekt. Bei einem Doris Day Film käme ich auch nicht auf die Idee den fehlenden Bass auszugleichen, weil ein 8-Zylinder Motor nicht authentisch klingt.

    Wenn aber jemand in einem Film aus den 80-igern mit einer Haubitze schießt und es macht nur pöff, dann gefällt es mir mit angehobenem Bass besser. Geht gleich weiter...

  • Nabend,


    na das Thema hatten wir doch schon und ich habe da klar Stellung bezogen und stehe absolut dazu.:dancewithme

    Meine Anlage spielt absolut sauber in "flat" Position und ich kann damit alles an Content hören ohne das es tonal aus dem Ruder läuft.

    Schön oder sehr schön, was will man mehr.

    Ähnlich mit einem entspr. Auto so vor sich hin fahren, brav und der Situation angemessen.:zwinker2:

    Man kann aber dann auch anders fahren:big_smile:, exakt das nutze ich mit den Möglichkeiten des installierten Equipment und der genialen Zuspielung der Trinnov.

    Ohne letzteres ist eine gezielte und berechnete Anhebung (egal wo) nicht in der Performance so ohne Weiteres machbar.

    Genau das ist eine Erfahrung, die einfach nun da ist, inkl. der Vergleich zu vorher.


    Und natürlich muss der Raum eine entspr. akustische Note dafür besitzen und auch eine gewisse Größe/Volumen, nur so kann ich generell mehr Bass in einem Raum pumpen ohne dabei in Wummern, dröhnen oder zuschmieren der Dynamik, abzudriften.

    Daher je mehr "Headroom" der Raum hier bietet, desto mehr "Dampf" ist auch über "flat" sinnvoll und gezielt (berechnet) einregelbar.

    Das macht zudem einen erheblichen Unterschied, ob ich da nur einen EQ plump erhöhe oder eine ganze Berechnung mit der Erhöhung einhergeht.

    Trinnov sei Dank geht so etwas einfach völlig einfach inkl. dem nötigen visuellen und generellen Komfort an der Sache.


    Zuvor hatte ich nie das Verlangen an einer Einstellung etwas zu verändern. Nur jetzt mit den Möglichkeiten sieht die Sache völlig anders aus.

    Es ist wie Live Tuning....:big_smile:


    Daher wieviel wo in dem Frequenzbereich LFE (20 - 120 Hz normal) effektiv erhöht wird, daher sehr vom Raumvolumen, Equipment und Zuspielung (welcher Content) abhängig. Meine unterschiedlichen. regelbaren DBA´s (mit den versch. Presets und Kurven dahinter) sind dafür perfekt geeignet, zzgl. den Split Fullrange LCR LS.

    Pauschal von "Schwachsinn oder Overkill" zu schreiben kann ich daher mit Nein beantworten. Weder noch.:zwinker2:


    ich könnte an dieser Stelle wieder zig Beispiele dafür benennen, wo und wann gewisse Konserven einfach mit der Manipulation zur Höchstform auflaufen und so richtig Konzert Hammer Bühnen Performance tonal abliefern inkl. Druck und Kick und Alles, aber das kann man in entspr. Thread dann nachlesen (Thread weiß ich allerdings nicht mehr).


    ANDY


    PS

    Ich gebe mal ein kleines Zusatzbeispiel, was mit Sicherheit tonal völlig an 95% der Anlagen einfach verpufft.

    Film "A star is born" :

    Die Musikszene wofür Lady Gaga den Oskar bekommen hat.

    Ja nicht die Musiksequenz an sich (die ist auch Oberhammer), sondern das was davor passiert.

    Als Lady Gaga langsam der Konzertbühne immer näher kommt , spielt die Band bereits im Hintergrund (mit unterschiedlichen. Gewichtungen in der Kameraeinstellung). Dann ist Lady Gaga unmittelbar an der Bühne (direkt dahinter), die Band spielt zu Ende und dann !!!!

    Zwei, drei kurze Schlagzeug Drums, die so unter die Haut gehen und so echt rüber kommen, das einem die Spuke wegbleibt.

    Sch.... ist das live !!!:respect:

    Ist dort der LFE und Übergang Kickbassbereich nicht gezielt entspr. erhöht (was dann auch zum Rest im ges. Content passt), dann hörst du diesen Kickschlag NULL oder nur völlig unterbelichtet, nichts sagend...einfach langweilig.:big_smile:


    Ja probiert mal genau diese Szene, die nichts mit einer brutalen Bass Szene verbindet.


    (Einstellung DBA 20 - 60 Hz dabei + 20 DB ; DBA 60 - 130 Hz + 13 DB ; Fullrange Split nur Bassanteil + 3 DB, mal grob überschlagen, zzgl. generell spez. Kurve im 200 Hz Bereich 2-3 DB erhöht)

  • Eben ging es aber um Konzertfeeling. Also Musik. Es war nie von Filmen die Rede. Bei Konzerten ist der Bassmangel manchmal noch viel krasser. Ich war 1994 bei Pink Floyd auf dem Hockenheimring. Der Bass, den ich dort erleben durfte war lange Zeit meine Referenz und mein Antrieb so etwas reproduzieren zu können. Das kann ich nun. Ich kann heute den Bass komplett beherrschen. Mit irrsinnig grossen Helmholtz Resonatoren bedämpfe ich die Raummoden wie es mir gefällt. Ich strebe kein Freifeld an um keine Energie zu verschwenden. So kann ich jetzt jeden Tag das damalige Konzerterlebnis wiederholen als der Bass meine Lunge beatmet hat. Wieviel Bass der Toningenieur auf die Aufnahme gemischt hat? Ist mir völlig egal. Der musste einen Mix für die Masse erstellen. Ich war da. Also hebe ich den Bass an bis es passt. Thats all.

  • Andy,

    drehst Du echt bei den Inputs den LFE Pegel hoch?

    Oder verwechselst Du die ganz Zeit LFE mit Subwoofer?

    Hallo,


    nein am Output mache ich das.:zwinker2: (ja war ein bisschen missverständlich).

    Mein LFE (bzw. die Subwoofer dahinter) gliedert sich in 3 Bereiche (Körperschall umfassende Zusatzoption inkl. DSP´nochmal dahinter 10 - 25 Hz) ; DBA Tiefbass 20 - 60 Hz mit 8 x 18 Zoll ; DBA Bass 60 - 130 Hz mit 8x 12 Zoll. Daher ich kann alle 3 Bereiche auch getrennt im Output und Setting verändern. Zzgl. der ganzen Filter und Kurvenoption, aber das weiß du ja auch wie das geht.

    Daher das zusammen ist mein LFE.

    Dazu kommen die LCR Main mit Zusatz Basseinheiten mit nochmal 6x 15 Zoll (aber natürlich nicht für den LFE Bereich).


    ANDY

  • Das heist bei Konzerten mit 5.0 Content ist das Doppel DBA aus und du hörst nur mit 6 15ern?

    Das wäre möglich, aber ich versuche das alles läuft.:)

    Daher ich habe ein PCM Preset, wo ich diese Musikstücke mit Auro Upmix aufblase.:big_smile:...für solche Fälle.

    So höre ich auch Musik von Master Tidal z.B.


    Gibt aber auch ein Preset was ohne DBA´s läuft und ich so mal hin und her schalten kann, für Demozwecke.

    ist sehr interessant und zeigt Unterschiede für musikalische Varianten auch vom gleichen Content, aber anders abgemischt in der Aufnahme (CD/Wandler zu Platte oder zu Tidal Streaming).


    ANDY

  • 30 Dezibel spielen die Subwoofer lauter als alle andere Lautsprecher.

    Inklusive den 10dB, welche der LFE sowieso mehr Pegel hat, oder Exclusiv?

    Aber es gibt auch durchaus Musik, wo ich tendenziell den Bassbereich lieber schlanker mag, damit es mehr "klatscht" und andere Sachen vertragen richtig Basspegel.

    Im HK mit dem SBA weniger, ansonsten mag ich bei den meisten Anlagen Musik ohne Sub ebenfalls lieber. Gemeint sind hier Hifi Subs. Im PA Bereich, deren Subs eher Tieftönern im HiFi gleich kommen, gehörens natürlich dazu.

    Das geht doch gar nicht gut, man hört nur wummern und...

    Ne.
    Zumindest nicht, wenn man nicht den ganzen LFE Kanal um zig dB hochdreht, sondern nach unten ansteigend.

    Als letztes Jahr mein HK neu Aufbau mit dem SBA aus 6x21er fertig war, waren zwar Demos über Referenzpegel hinaus aufgedreht recht imposant, aber die meisten Filme auf Referenzpegel etwas langweilig. Nur ganz wenige Szenen waren wirklich eindrucksvoll.
    Vor einigen Monaten wurde hier im Forum, im Kickbass Thread dieses Video gepostet:


    Einen DSP gekauft (Mit der Audysee App war solch eine Abstimmung nicht möglich) und eine "Spaßkurve" mit einem Anstieg von 10dB von 50hz runter bis 20hz eingestellt.

    Hier eine Vergleichsmessung XT32 Off <> XT32On <> XT32OFF + DSP mit Anhebung:


    Oha, jetzt bekam das Ganze Sinn ;)
    Hier z.b. die Spektrum Auswertung dieser John Wick Discoszene:


    Gesamtpegel sind Peakwerte bis ca. 125dB.

    Diese DSP Einstellung hab ich seit dem nicht mehr angegriffen, paßt bei fast jedem Film. Godzilla 2 war grenzwertig, ansonsten Perfekt.

    Es sind zwar "nur" 10dB Anhebung im unteren Bereich, gegenüber den normalen Kanälen sind es bis zu +20dB.

  • Im HK mit dem SBA weniger, ansonsten mag ich bei den meisten Anlagen Musik ohne Sub ebenfalls lieber. Gemeint sind hier Hifi Subs. Im PA Bereich, deren Subs eher Tieftönern im HiFi gleich kommen, gehörens natürlich dazu.

    Kann ich so nicht bestätigen, wenn dann nur, weil sie schlichtweg zu laut / schlecht angekoppelt oder einfach tonal nicht gut sind.

  • Mankra , dieser Frequenzverlauf wäre nichts für mich. Dieses 20Hz Pumpen hat mir noch nie gefallen.

    Auch wenn ich LS baue, bemühe ich sie nicht langweilig zu bauen. Gewisse Fehler überlasse ich auch so (wenn vertretbar)

    Aber absichtlich den fast Infraschall so anzuheben. Was macht es denn in einer Musikszene?

    Einige jammern sie hätten zu wenig "Kickbass" aber mit dieser Einstellung wäre es genau das Gegenteil.


    Ich glaube, hier mit ich raus (verstehe ich nicht oder habe keine Ahnung)

  • 30 dB Anhebung ist sicher Unsinn, denn dazu ist die 1000 fache elektrische Leistung nötig. Höchstens, wenn man die anderen Kanäle entsprechend absenkt...

    Schön dargestellt hier:

    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-db.htm

    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-wirkungsgrad.htm


    Z.B. 105 dB -> 100W



    115 dB -> 1000W:


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