Einmessung und Entfernungsermittlung mehrerer Subs in Front und Back

  • Hi zusammen,

    ich habe da mal eine Frage an die Spezialisten mit Multisubwoofern in der Front, da ich ja demnächst von einem Sub vorne auf derer zwei umstellen werde.


    Welche Entfernung ist hier theoretisch "richtiger"?

    Die Subs stehen beide symmetrisch, gleichweit mal links, mal rechts vorne entfernt vom Sitzplatz. und werden per Y-Kabel parallel befeuert.


    Misst man nun die Entfernung zum Sub-Mittelpunkt, oder zählt die Stelle im Schallbild, an der die beiden Kugelwellen sich vereinen?

    Letzteres wäre ja "weiter" weg.

    k.A. ob der Receiver das richtig macht bei der Einmessung. und das korrekt erkenne kann.

  • Also ich versuche mich mal, obwohl ich auf meine Meinung in der Sache keinen großen wert legen würde.


    Der Jochen hat es mir so erklärt das die Entfernung der Subs, so ermittelt wird das sie sich im Pegel , bei der Trennfrequenz, zusammen mit den Frontlautsprecher maximal addieren. Also Fonts und Subs zusammen messen, und die Entfernung so einstellen das bei der Trennfrequenz der maximale Pegel erreicht wird.

    So habe ich es gemacht bzw. verstanden.

    Gruß Rene


    Hoffe das ist so richtig! :beated:


    Achso und ja, ich habe sie symmetrisch und mit Y aufgestellt und angeklemmt

  • Die Theorie ist da etwas schwierig, da die Phasensprünge nicht vorhersehbar sind und es davon abhängt wie passend / gut entzerrt alle Speaker laufen und so die Flanke der Trennungen verläuft. Weiterhin kommen gerade beim Sub oft noch andere Durchlaufzeiten in Bezug auf die Elektronik hinzu.

  • Was Du mal testen könntest wäre die Phasen der Subs zueinander erst einmal zu optimieren. D.h. Eine Phase am Sub auf 0 stellen und dann die andere Phase so verändern (am Sub, nicht am AVR) bis die beiden sich optimal addieren und dann erst im nächsten Schritt den Phasenabgleich zu den Mains machen.

    Wenn man den Luxus getrennter Endstufen und Phasen schon hat wäre ich dafür diesen auch zu nutzen.

  • Vielleicht macht es Sinn Subs zu summieren um das ganze zu vereinfachen. Jeweils 2 zusammen oder alles zusammen als DBA.

    Mit 2 vorne/2 hinten könntest du ja auch ein DBA light abbilden. Dies ist zwar nicht ideal aber evtl. einen Versuch wert.


    Zur Multisubkofing hatte doch rumpeli im Nachbarforum ein Tool vorgestellt.

    Vllt. kann er hier nochmal unterstützen um das einfacher abzubilden.

  • Ein DBA wird ja als ein Sub angesehen.

    Die Subs vorne und hinten werden dabei jeweils zusammen geschaltet und dann über ein DSP entzerrt. Ein MiniDSP HD würde sich hier anbieten. Hat 2 Eingänge und 4 Ausgänge.

    Du gehst dann vom Sub Out des AVRs in das MiniDSP und dann jeweils ein Ausgang pro Sub. Im DSP schaltest du dann die Subs vorne und hinten jeweils zusammen.


    Für die Entzerrung wird dann Pegel und Laufzeit der beiden Gitter zueinander eingestellt. Danach Feintuning per EQ im DSP. Abschließend Einmessung des AVRs und Prüfung der Anbindung an den Rest.


    Das mal als grobe Zusammenfassung.

  • ja theorie ist einfach ;)


    mein Receiver hat ja zwei Sub Ausgänge, die getrennt einstellbar sind (in Grenzen halt)

    So hoffe ich, dass ich das mit dem Delay im Pioneer einstellen kann


    Das Problem zu DBA wird halt, dass ich die Rückwände nicht anders bedämpfen kann. muss also so gehen, wie es jetzt ist.


    Naja, man wird sehen

  • Nochmal Frage zu Pro/Con MiniDSP.

    Wäre es hier zwingend, dass alle 4 Subs direkt dort angeschlossen werden?

    Ich hab Verkabelungsseitig im Moment nur vorgesehen, ein Kabel nach Vorne und eins nach hinten (die sind schon da) und dann dort in den ersten Sub und aus dem SVS Ausgang in den zweiten SVS (quasi Y-Adapter)

  • Das geht auch. Das ist egal. Es sei denn du willst die Flexibilität.


    Zum Thema Sub Out 2:

    Grundsätzlich wahrscheinlich möglich. Ein MiniDSP bietet dir natürlich insbesondere beim EQ mehr Möglichkeiten, welche dir bei deiner Konstellation mit unterschiedliche Subs vorne und hinten wahrscheinlich helfen können.

  • Ich hab mal geschaut, das könnte mit etwas Glück klappen da noch ein Kabel ohne Stecker durch zu bekommen, und danach zu verlöten.


    Gibt es eine leicht verständliche Anleitung, wie man so ein DBA mit einem MiniDSP konfigurieren würde?


    Möglichst so Schritt für Schritt, für Dummies.... :blush:

  • Explizit für das MiniDSP nicht aber das ist schaffbar.

    Für die Schritte zitiere ich mal Nils aus dem Nachbarforum:

    Vorbereitung: hintere Subs invertieren (Im DSP oder am Sub)


    Ich habe beim Einstellen des DBAs immer folgenden iterativen Prozess angewendet


    Ausgangsssituation


    Array 1: vorne

    Array 2: hinten

    Beide haben identischen Pegel. Zeitverzögerung von Array 2 ist auf Raumlänge eingestellt.


    Schritt 1: Pegel

    1. Am Hörplatz den Amplitudengang und Zerfallsspektrum messen (z.B. mit Room EQ Wizard)
    2. Pegel von Array 2 in kleinen Schritten verringern
    3. Ist die Ausprägung der Raummoden minimal? Ja, dann Abbruch. Nein, zurück zu 1.


    Schritt 2: Verzögerung

    1. Am Hörplatz den Amplitudengang und Zerfallsspektrum messen
    2. Verzögerung von Array 2 in kleinen Schritte erhöhen
    3. Verringert sich die Ausprägung der Raummoden? Ja, zurück zu 1. Nein, dann Abbruch.
    1. Am Hörplatz den Amplitudengang und Zerfallsspektrum messen
    2. Verzögerung von Array 2 in kleinen Schritte verringern
    3. Verringert sich die Ausprägung der Raummoden? Ja, zurück zu 1. Nein, dann Abbruch.


    Es kann sein, dass man Pegel und Verzögerung abwechselnd einstellen muss, um in die richtige Richtung zu kommen. Bei mir hat sich allerdings nur ein Punkt als wirklich funktionierend herausgestellt.


    Amplitudengang und Zerfallsspektrum sollten zueinander passen. Wenn es kaum Resonanzen gibt, ist auch der Amplitudengang recht linear, solange die Freifeldsimulation der Subwoofer linear war. Bei mir misst sich das DBA praktisch wie die Simulation, da der Raumeinfluss wegfällt.

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