• CATS

    (2019)



    Film: 6,5/10 Punkte

    Jedes Jahr findet im Egyptian Theater der Jellicle Ball statt, auf dem eine Katze oder ein Kater gewählt wird, der oder die wiedergeboren wird und ein neues Leben erhält. Kurz vor diesem Ball taucht die junge weiße Katze Victoria auf der Müllkippe auf, die alle Katzen dort näher kennenlernt.


    Regisseur Tom Hooper schuf ein buntes Fantasy-Musical nach dem gleichnamigen Bühnenstück. Allerdings handelt es sich um eine Neuerzählung des Musicals aus den 1980er Jahren. Aus den Augen der weißen Katze Victoria wird der Zuschauer durch die Geschichte geführt. Teilweise neue Lieder und neue Location unterscheiden darüber hinaus Film und Bühnenstück. Der Cast ist hervorragend ausgewählt. Neben etablierten und talentierten Tänzern wie Francesca Heyward, die die sympathische Victoria verkörpert, kommen routinierte Schauspieler wie Judy Dench (Skyfall), Ian McKellen und Idris Elba. Abrunden tun das Ensemble Musikstars wie Taylor Swift und Komikerin Rebel Wilson, die sich in ihren Rollen vollkommen entfalten.


    Der Film wurde von Kritikern und Publikum größtenteils verschmäht und floppte grandios im Kino. Einem Budget von 95 Millionen Dollar stand ein Einspielergebnis von knapp 74 Millionen Dollar entgegen. Davon gehen noch rund 50 % an die Kinobetreiber ab. Als Gründe wurde oft die künstlich wirkenden Katzen mit Menschengesichtern und wenig sexuelle Inszenierung genannt. Während das Bühnenstück Homosexualität und Erotik zur Schau stellt, wurde diese Dinge in der Filmfassung komplett herausgenommen. Mir hat das Bühnenbild, die Musik und die gesamte Inszenierung gut gefallen. Im Gegensatz zum Bühnenstück fehlte mir bei einigen Katzen im Film ein wenig die Ausstrahlung. Katzen, Mäuse und Kakerlaken (allesamt mit menschlichen Gesichtern) fügen sich nicht immer homogen in die wunderbaren Kulissen ein. Darunter leidet ein wenig die "Glaubwürdigkeit". Die animierten Kostüme finde ich hingegen gelungen. Von aufprojizierten Gesichtern, von denen ich teilweise vorher gelesen habe, ist nichts zu sehen im Film. Die Tanznummern sind wirklich großartig umgesetzt. In Summe ein Film für Musical-Fans, die sich darauf einlassen können, dass Menschen Katzen spielen.



    Full-HD-Bild: 8/10 Punkte

    Der Cinemascope-Transfer besticht mit gutem Kontrast und satten bunten Farben. Die Schärfe ist zweifelsfrei gut, lässt aber immer mal wieder ein paar Details vermissen. So wirkt das Fell meist flauschig und einzelne Haare in den Gesichtern der Katzen sind zu erkennen, aber ein ganz leichter Weichzeichnet/Grauschleier lässt sich leider nicht übersehen. Auch fällt mir in den Außenaufnahmen mehrfach störend auf, dass die Figuren in die Kulisse eingefügt wirken, weil sie deutlich sichtbar nicht auf der Straße oder anderen Requisiten stehen.



    Ton: 8/10 Punkte

    Der deutsche Dolby-Atmos-Mix bietet herrlich klare Stimmen, die den Protagonisten sehr gut zuzuordnen sind. Davon profitieren vor allem Gruppenaufnahmen. Denn wenn ein Interpret rechts singt, ist auch seine Stimme exakt von dort zu hören. Wenn Macavity um die Katzen herumschleicht, folgt ihm seine Stimme bis in die Side-Surrounds. Die Musik tönt überaus räumlich und bezieht hin und wieder die Top-Speaker mit ein. Der deutschsprachige Gesang klingt sehr gut, da die deutschen Stimmen den Original-Darstellerstimmen nahekommen.


    Der englische Dolby-Atmos-Mix (8,5/10 Punkte) ist ein wenig lauter abgemischt als die deutsche Fassung. Nennenswerte Unterschiede gibt es aber kaum in Dynamik und Räumlichkeit. Allenfalls die Stimmen der Protagonisten tönen noch voluminöser, klarer und kräftiger.



    Fazit

    Regisseur Tom Hooper schuf ein buntes Fantasy-Musical nach dem gleichnamigen Bühnenstück, das mit neuen Charakteren und zusätzlich neuen Musikstücken aufwartet. Die Katzen werden sehr gut von Schauspielern, Sängern und Tänzern verkörpert. Insgesamt leidet der Film an einzelnen etwas leblos inszenierten Charakteren und teilweise künstlich wirkenden Szenen. Dem gegenüber versteht Cats mit einem tollen Set und großartiger individueller Tanz/Gesangsperformance zu begeistern.

  • Puh, Du bist ja hart im Nehmen. Auch wenn ich mein Geld mit dem Schauen von Filmen verdienen würde, täte ich mir den Film nicht an.

    Gruß
    olli


    The DARK-ROOM homecinema
    Ausstattung: 7 Lounge-Ledersessel, 3 Sitzreihen, 3m Cinemascope Leinwand, D-ILA-Projektion, 9.4.4 Multichannel,
    24m² Sternenhimmel, Filmausstellung, Schallschutzausbau, Fußbodenheizung, automatische Lüftung, Akustikdecke,
    EIB-Steuerung von Lichtszenen und Verdunklung, Raumakustikoptimierung, Lichtkranz.

  • Ich verdiene mit Filmer kein Geld. Aus diesem Grund habe ich ihn mir angeschaut.

    Das Bühnenstück fand ich schon damals klasse.

    Darüber hinaus stehe ich auf Musicals.

    Ich finde, die Trailer geben die Stimmung recht gut wieder. Wem diese schon nicht gefallen, sollte vom Langfilm die Finger lassen. Wem die Trailer gefallen, darf IMO gerne einen Blick riskieren.

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