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    FSK 12, 149 min


    Aloha,


    zunächst vielen Dank für die Nennung hier zuletzt. Dieser Film ist in den 90ern an mir vorübergegangen und aufgrund der Meldungen hier habe ich ihn nun nachgeholt. Jodie Foster hätte ich dafür einen Goldjungen angedient, großartige schauspielerische Leistung. Der Film fängt so theoretisch an und man bangt, dass er auf diesem Level verharren wird, aber hofft auf das Wechseln in die Praxis. Er hat dabei so viele Facetten, ändert ständig den Fokus, befasst sich auch mit philosophischen und ethischen Fragen. Toll. Empfehlung!


    Technik: Der Ton ist hier und da was blechern, aber doch sehr räumlich, und die Trickeffekte sind für heutige Dimensionen nahezu lächerlich, aber das tut dem Streifen keinen Abbruch.


    Film: 1- [gerade noch, beim Schreiben der Rezi kam ich nicht umhin]

    Ton: 3+

    Bild: 3

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

  • Reminiscence

    Film: 6/10 - Lisa Joys Westworld zählt, durch alle drei Staffeln hindurch (auch die schwächere zweite), zu meinen Lieblingsserien. Trailer und Cast zu ihrem ersten großen Film machten Lust auf mehr, die Kritiken stimmten jedoch vorsichtig.

    Nick Bannister (Hugh Jackman) kann Erinnerungen seiner Kunden heraufbeschwören und wieder lebendig machen. Eines Tages stolpert Mae (Rebecca Ferguson) in sein Leben und bittet darum, in ihren Erinnerungen nach einem verlorenen Schlüssel zu fahnden. Nick und Mae kommen sich näher, doch eines Tages verschwindet Mae. Daraufhin verliert sich Bannister in der Suche nach der Femme fatal, zunehmend obsessiv und zum Missfallen seiner Partnerin Emily (Thandiwe Newton).

    Joy bringt das Paar aus dem greatest showman erneut zusammen (diesmal singt Ferguson tatsächlich) und versammelt einige Personen vor und hinter der Kamera aus der Serie Westworld. Die Musik klingt vertraut und einige Gesichter sind es auch. Dazu ein ähnliches Zukunfts-Thema, das eine Menge Potential hat. Leicht dystropisch angehaucht, wird die Geschichte im Noir Stil erzählt.

    Der Film scheint nicht recht zu wissen, ob er ein Film sein will, oder eine sehr lange Episode aus einer Serie. Offenbar haben die Figuren komplexe Hintergrundgeschichten, die insbesondere in der ersten Hälfte jedoch meist nur angedeutet werden. Zudem mag die Story lange, lange nicht recht in Gang kommen und wechselt zwischen Handlungselementen und Füllseln, die - platt gesagt - hübsch aussehen, aber nirgendwo hin führen. Erst im letzten Drittel kommt der Film in Schwung, davor ist er doch arg ziellos und langweilig; auf'm Handy daddel ich während eines Films wahrlich selten. Der letzte Akt reißt den Film deutlich nach oben, plötzlich laufen viele Fäden zusammen und der Film verfolgt zielsicher eine Richtung. Aber ob bis hierhin jeder durchhält? Schade, mehr Stringenz vorneweg hätte sehr gut getan, all die guten Zutaten waren eigentlich da.


    Bild/Ton (en): 8,5/10 und 7,5/10 - Ein ziemlich sauberes, scharfes und schönes Bild - dazu mit sicherem Händchen für manch erlesene Einstellung. So macht das Zuschauen Spaß und man sieht die Hingabe, mit der zu Werke gegangen wurde. Und sieht auch darüber hinweg, dass manche CGI so perfekt nicht ist, das Worldbuilding der überfluteten Städte ist einfach sehr schön geworden. Gleichfalls Gutes gilt für den Score von Ramin Djawad und die insgesammte ordentliche Soundkulisse.


    +++


    Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

    Film: 8/10 - Ben Stiller ist Walter Mitty, schon ewig im Fotoarchiv des LIFE Magazine angestellt. Walter verliert sich häufig in Tagträumen (die zumeist reichlich überdreht sind), denn sein echtes Leben ist eher grau. Einer dieser typischen Tage wird dann noch viel schlimmer, denn das Magazin wird nicht weiter aufgelegt; Restrukturierung, Fokussierung auf Online, die letzte Print-Ausgabe steht an. Über die Jahre hat Walter eine Art kollegiale Freundschaft zum Star-Fotografen Sean O'Connell aufgebaut, den er zwar nie persönlich getroffen hat, doch der ihm stets vertraut hat, die besten Bilder auszuwählen. Für die letzte Ausgabe ist es anders, denn Bild No.25 ist das beste Coverbild aller Zeiten - so verkündet es ein kleiner Brief an Walter samt Negativen. Das Problem daran - Negativ No.25 fehlt. Als dann zu allem Überfluss der fiese neue Boss (Adam Scott) Walter für den Verlust des Negatives verantwortlich macht, fühlt er sich an seiner Ehre gepackt. Bricht aus seinem Leben aus, schnappt sich seinen silbernen Aktenkoffer und macht sich auf die Jagd nach Sean O'Connell und dem fehlenden Negativ.

    Ein mitlaufender Plot ist Walters Anmeldung auf einer Datingplattform und seine Schwärmerei für die neue Kollegin Cheryl (Kristen Wiig). Die bekommt mit, dass das berühmte Bild fehlt und stiftet Walter gewissermaßen ein wenig dazu an, dem verschwundenen Bild und nicht erreichbaren Fotografen hinterherzujagen.

    Vielleicht könnte man diesen Film ein bisschen mit Forrest Gump vergleichen - eine sympathische Hauptfigur erlebt unglaubliche bis haarsträubende Abenteuer. Das am Rande, wer "oh nein, Ben Stimmer ist mir zu überdreht" denkt, sei beruhigt. Es ist immer noch Stiller, aber sehr sehr zurückgenommen, zur Figur passend. Auf jeden Fall ist die unterliegende Message "don't dream it, do it". Genau das werfen die schlechten "professionellen Kritiken" dem Film auch vor - Message etwas simpel, Plot irgendwie auch. Kann ich in keiner Weise teilen, denn der Film möchte einfach nur das rüberbringen. Und das gelingt enorm kurzweilig, dank dem offenen Spiel vor allem von Stiller, aber auch dem restlichen Cast - der bis in die Nebenfiguren hinein sichtbar Spaß an der Geschichte hat.


    Bild/Ton (en): 8/10 und 7/10 - das natürlich gehaltene 2,39:1 Bild kommt in leuchtenden Farben daher, ist vielleicht einen Tick unterbelichtet was uns kräftige Schatten und satte Farben beschert. Die meisten Einstellungen sind knackig scharf und insgesamt wird doch öfter der Wunsch aufkommen "da wäre ich jetzt auch gerne, sieht so gut dort aus" - egal ob Kneipe oder weite Landschaft.

    Hervorzuheben sind noch die Art und Weise, wie wunderbare Kameraarbeit, Sets und Kostüme Hand in Hand gehen um die Verwandlung von Walter auf vielerlei Ebenen zu transportieren. So wird nicht nur die Umgebung stückweise immer weniger monoton sondern bunter und offener (wie auch, natürlich, Walter an sich diese Verwandlung durchmacht). Die Kameraarbeit beginnt mit tollen linearen Fahrten und Schwenks, die ein wenig an Grand Budapest Hotel erinnern. Alles sehr gradlinig, sehr geordnet, sehr systematisch. Mit zunehmender Entfesselung aus dem grauen Alltag kommt die Kamera nicht nur näher dran, sondern operiert auch wilder (oder: normaler ;) ). Ganz wunderbar gemacht, ich mag so etwas ja sehr.

    Schöner Soundtrack, Surroundkulisse ziemlich gut, zum tollen Bild kommt ein ordentlicher Ton hinzu.


    Schön, dass es immer wieder solch positiven Überraschungen gibt, der Film wurde in diesem Form schon mehrfach genannt - danke dafür! Wer sich von den negativen metacritic Bewertungen beeinflussen lässt, mag die ersten paar Nutzerwertungen auf imdb lesen. Dieser Liebe/Hingabe zu Walter Mitty ist nichts hinzuzufügen!

  • Drive Angry


    Nach der "Empfehlung" von suke habe ich den Film in 3D bestellt. Das 3D wurde von George Lucas gleich nieder gemacht. :rofl:


    Hier meine Eindrücke.


    Ich glaube, ich habe ihn vor einer Ewigkeit mal auf Maxdome gesehen, würde es aber nicht schwören, vielleicht habe ich auch nur einen ähnlichen Film in Erinnerung.


    Der Film hat mir gut gefallen. Kein oscarprämiertes Meisterwerk, sondern einfach 08/15 Action. Nicolas Cage trifft Constantin oder so ähnlich? Egal, wird bestimmt noch einmal geguckt.


    Der Ton war OK, glaube ich. Ist schon wieder ein paar Tage her und da bei mir nichts hängen geblieben ist, wird es weder ein Totalausfall noch ein Highlight gewesen sein.


    Das Bild war OK. Der 3D Effekt deutlich besser wie bei den 6 Sharknado-Filmen, die ich mir nur in 3D gekauft habe, damit 3D auf der Hülle steht. Der Preis war fast identisch und Sharknado hat es verdient in einem besonderen Format bei mir im Regal zu stehen. Das 3D von Sharknado verdient den Namen 3D nicht. Das waren gefühlt zwei Ebenen. Ein Hintergrund und irgend etwas vorne.

    Da war Drive Angry deutlich besser, sogar mit einigen Popouts die einige so lieben, ich aber nicht. Ich mag eher eine räumliche tiefe.

    Das 3D zählt für mich eher zu den schlechteren 3D-Bildern aber nicht so schlecht, dass ich es abschalten müsste. Eher wie ein nicht so gutes Essen im Restaurant. Ist bezahlt, wird gegessen.

    Die Meinung von George Lucas kann ich aber nachvollziehen.


    Grüße


    Andreas

  • Die nackte Kanone

    2 1/2

    33 1/3


    Am Wochenende alle 3 geguckt. Zusammen mit meinem Kleinen.

    Der hat geschrien vor Lachen.


    Teil 1 gefällt mir immer noch am besten, Teil 2 1/2 und 33 1/3 haben aber auch ganz hervorragende Momente, die auch immer wieder und auch heute noch sehr gut funktionieren.


    Der Ton. Teil 1. Ein Mantel des Schweigens sollten wir über dieses blecherne Mono legen.

    Teil 2 1/2 und 33 1/3 lagen in Zweikanal (Surround?) vor. Ich habe mit dem Dolby Surround Upmixer geguckt. Da kam kaum etwas von hinten.


    Das Bild. Ist auch kein Highlight aber ich denke, es ist teilweise auch der Quelle geschuldet.

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