Welche 4K Blu-Ray war gestern bei Dir im Player?

  • War ja nicht als Angriff oder Mecker gemeint, wollte wirklich nur wissen, ob Du in Deutsch oder Englisch geguckt hast. Die deutsche Tonspur von T2 habe ich zuletzt auf DVD geguckt aber nur kurz. Das war so schlecht, dass ich seither diesen Film nur noch in englischer Sprache gucken kann.


    Bei mir stellt sich die Frage bei Filmen mit Arnold und Sylvester eigentlich fast nicht. Wenn ich alleine gucke, dann gucke ich die Streifen (den schönen Schreibfehler oben korrigiere ich jetzt nicht) in englischer Sprache.

    Wenn ich die Filme in englisch ansehen würde, müsste ich mich konzentrieren und anstrengen.

    Das würde genau das Gegenteil bewirken für das warum ich das Kino habe, Entspannung.

    Wenn ich in Paris unterwegs bin gehe ich ab und zu mal ins dortige Kino , da ist die Vorführung meist in Englisch

    Dort kann ich allerdings sehr gut entspannen (zwei Stunden Füße ausruhen und der Hitze entfliehen).


    Die deutsche Tonspur dürfte noch die Gleiche sein wie damals auf DVD , einfach nur zum davonlaufen.

    Das es besser geht beweist eindeutig die Neuabmischung der Tonspur von Jurassic Park .

  • Nun hör mal auf, Dich deswegen zu rechtfertigen oder gar noch für Deine Nationalität zu entschuldigen, auch wenn man hier und da hier den Eindruck bekommt, man müsste das. Die Diskussion ist uralt und kommt immer wieder auf. Ich schaue aus denselben Gründen zu 99 % mit dem deutschen Ton. T2 ist in der Tat etwas blechern, aber ist dann halt so.

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

  • West Side Story

    Film: 8/10 - Steven Spielberg erfüllt sich mit diesem Film einen Kindheitstraum und verfilmt nicht einfach ein Musical, sondern eben das Werk, welches er mit zehn Jahren zum ersten Mal gehört und seitdem in sein Herz geschlossen hat. Behutsam geht er seine Neuinterpretation des Bernstein-Musicals von 57 an und verkneift sich praktisch alle Möglichkeiten, das Musical ins 21. Jahrhundert zu heben. Noch immer wird die Geschichte von Romeo und Julia erzählt, vor den Kulissen des 50er Jahre New York, vor der Rivalität der us-amerikanischen Jets und der puerto-ricanischen Sharks. Im Zentrum Tony und Maria, die den rivalisierenden Gruppen angehören und sich in einander verlieben.

    Spielberg hat jede Modernisierung des Werks vermieden und im Gegenteil einige Änderungen und Umbauten eingeflochten, die ihn bei der berühmten Filmvorlage von '61 gestört haben. So sind seine Sharks tatsächlich Puerto Ricaner und nicht wie im Vorbild wild zusammengewürfelte Darsteller verschiedenster Gruppen außer Puerto Ricanern. Als großartigen Kunstgriff möchte ich es bezeichnen, dass die häufigen spanischen Passagen samt und sonders nicht übersetzt und nicht untertitelt sind: Spielberg wollte genau das Gefühl heraufbeschwören, dass die Jets hatten - ausgeschlossen und ahnungslos ob der Sätze die gesprochen werden. Schaut man mit dem aufgeklärten Blick aus 2022 auf die Geschichte vor mehr als einem halben Jahrhundert, ereilt einen die Einsicht dann irgendwann um so eindrücklicher, dass Rassismus heute mindestens genauso ein Thema ist wie vor 60 Jahren.


    Bild: 8/10 - Film von Spielberg, Kamera von Kaminski - schon bevor sich die Scheibe anfängt zu drehen ist ziemlich klar, was einen erwartet. Ein analog gefilmtes Werk, das technisch auf höchstem Niveau spielt und sich optisch der Zeit annähern wird, in der der Film spielt. West Side Story ist weit entfernt von knackscharf und maximal clean, wie es viele neue Produktionen sind. Aber West Side Story ist auch nicht Dune oder Batman, die digital gefilmt und dann ausbelichtet wurden um einen analogen Look zu erzeugen. Es wurde einfach meisterhaft gleich auf Kodak Negativen fotografiert. Das Bild kommt ohne HDR Spielereiene daher und auch die Farbpalette ist relativ gedeckt angelegt - um in mancher Szene förmlich zu explodieren.

    Die Kulissen New Yorks sind häufig so wunderbar eng an einem Bühnenstück orientiert, dass einem das Herz schmerzen mag ob der Liebe zum Original, die aus jeder Einstellung spricht. Mal reduzierte Kulisse um den Darstellern Raum zu geben und mal überbordendes Farbspektakel in den großen Nummern wie natürlich America, die vor Energie vibrieren. Ein Großteil der Szenen ist mit harten Spots ausgeleuchtet, die die Herkunft als Bühnenstück nicht verrät sondern im Gegenteil stolz, samt Lens Flares, ins Cinemascope Bild hineinstrahlt. Wenn beispielsweise über den großten nächtlichen Kulissen New Yorks Lichter am Himmel angehen - Baukräne? Spotlights? - kann man den Holzboden des Theaters förmlich riechen. Schattenspiele an den Wänden geben dem Bild zusätzliche Tiefe, auch das wie man es aus dem Theater kennt. Die Kamera tanzt in vielen Szenen leichtfüßig mit den Darstellern mit und entwickelt dabei eine fiebernde Dynamik, die der Handlung in Nichts nachsteht. Ich reihe hier nur noch Satz an Satz und quatsche alles kaputt - schaut es euch einfach an.


    Ton: 7,5/10 (deutsch Dolby Digital) - die Tonspur geht im Großen und Ganzen in Ordnung, man könnte vielleicht bemängeln dass sie von unten hätte etwas mehr Fundament vertragen können. Die Surroundaktivität geht aber in Ordnung und holt die Straßenzüge der Großstadt akustisch in die heimischen Wände. Die Musicalnummern sind ordentlich aufgelöst und erklingen sauber und räumlich. Auch hier zeigt sich die Treue zum Original. Während die Musik in Remakes oder Neuauflagen häufig fetter gemacht wird, erklingt sie hier so wie schon vor langer Zeit auf der Musicalbühne. Ungewohnt, aber absolut passend.

    Richtiggehend ausgezahlt hat sich die Entscheidung, das Stück größtenteils mit (unbekannten) Musical-Darstellern zu besetzen. Nicht nur wirkt das leicht übertriebene Schauspiel herrlich authentisch, vor allem wissen die Damen und Herren mit ihrem Gesang zu überzeugen. Die Musik steht einfach zu jeder Zeit im Vordergrund! Ansel Elgort sing und tanzt seinen Tony ganz passabel, wird aber von Rachel Zegler als Maria glatt an die Wand gesungen. Und wie schön dass Rita Moreno - Maria in der Verfilmung von 1961 - in einer neu geschriebenen Rolle ihren Platz gefunden hat. Ihr gebührte auch die Ehre, die Klappen am letzten Drehtag zu schlagen.


    Musical, Romeo und Julia, 50er Jahre Setting. Das sollte man wissen, mögen und wollen - sonst hat der Film sicher kaum eine Chance; wie leider auch die Einspielergebnisse zeigen - West Side Story kann bei einem geschätzten Budget von 100 Mio Dollar und weltweiten Einspielergebnis von 75 Mio Dollar nur als kolossaler Flop bezeichnet werden, der gegen den zeitgleich laufenden Spider-Man (200 Mio $ Budget, fast 2 Mrd $ Einspiel) keine Chance hatte.

    Wenn Hollywood nach diesem Ergebnis nicht noch mehr Superhelden-Mist rausbläst, wäre das wahrlich ein Wunder. Aber es wäre auch wahrlich tragisch, denn während das Multiversum zweifelsohne gute Unterhaltung ist, so ist West Side Story nicht weniger als Kino-Magie, die es dieser Tage nur noch selten zu sehen gibt.

  • Nun hör mal auf, Dich deswegen zu rechtfertigen ...

    :respect::respect:

    Ich selbst schaue zwar tatsächlich alles auf Englisch (falls OTon) und finde wiederum DAS entspannter, kann aber auch voll verstehen, dass es andern anders geht.

    ... und finde es traurig, dass diese bisweilen mit minderwertiger Tonqualität geschlagen werden.

    Aber es bleibt die Hoffnung, dass das immer besser wird.


    (die ganz blutigen Diskussionen über das Thema finden zum Glück sowieso nicht hier statt - zum Glück:sbier:)

  • The Batman


    Film 8,5/10 …gut, dreckig - leider (unnötig) zu lang

    Bild 7,5/10 …dunkel ist für mich überhaupt nicht das Problem, das passt so im schwarzen Kino (!), aber die tollen Kameraeinstellungen werden durch arge Unschärfen und ein (unnötiges) Rauschen versaut - das hat mir „zuviel Stil“

    Ton 9/10 …da gibt es nix zu meckern

  • Moonfall


    Film 8/10 …mit etwas Emmerich-Bonus :zwinker2:

    Bild 7,5/10 …tolles Schwarz, farblich zu überstärkt und (dadurch?) alles recht „verwaschen“

    Ton 8,5/10 …tolles Atmos, es fehlt hier und da ein wenig Druck, aber das ist Jammern auf hohem Niveau


    Ich freue mich ja immer auf Filme von Emmerich, auch wenn diese häufig jeglicher Logik entbehren. Das ist hier ebenfalls der Fall, vermutlich stärker als bei allen anderen seiner Filme zuvor. Letztlich hat mich dies aber nicht gestört. Ich wusste vorher fast gar nichts über den Film und war sehr überrascht, da er doch eine andere Handlung verfolgte, als angenommen.

    Doch gerade dies hat mich positiv überrascht, auch wenn Logik-Fans und Physik-Gurus hierdurch völlig verzweifeln dürften.

    Verwundert bin ich über die vielen positiven Bewertung der Bildqualität. Was mich bereits an Midway extrem gestört hat, waren diese harten, überstarken Kontraste, die das Bild doch recht gruselig aussehen lassen. Hier vielleicht nicht ganz so extrem wie bei Midway, aber fernab der Referenz. Meine These: hier hat man Tribut gezahlt, um die vielen mittelmäßigen Effekte (CGI und Greenscreen) im Film unauffällig zu integrieren. Dass es besser geht, beweist Independence Day II, wo das Bild nicht so sehr darunter leidet.


    Wir wurden aber gut unterhalten.

  • Ambulance


    Film 7,5/10 …knallbunter, überlanger Bay-Film, der Anfangs gut unterhält und voller Bay-Zitate steckt, dann etwas nachlässt

    Bild 8,5/10 …Ja, schönes 4K-HDR-Bild, irrwitzige Kameraflüge etc., leider zu oft Wackelkamera

    Ton 9/10 …gute Dynamik und noch bessere Atmos-Einbindung und Surroundnutzung von Effekten und Musik - man sollte diesbezüglich auch dem Abspann-Track mal mit offenen Ohren lauschen

  • In the heights

    Film: 7,5/10 - Gewissermaßen ein Gegenentwurf/Reboot/Refresh von West Side Story, spielt der Film von Jon M. Chu - basierend auf dem gleichnamigen Broadway-Musical ;) - in einer ähnlichen Ecke von New York wie das Werk von Spielberg/Bernstein (das übrigens fast zur gleichen Zeit gedreht wurde und das nur ein paar Straßen weiter). Auch hier wird viel gesungen und getanzt (ha!) und auch hier stehen Einwanderer im Mittelpunkt der knapp zweieinhalbstündigen Geschichte. Wo West Side Story häufig schwermütig und ernst daherkommt, ist das Leben in the heights aber sehr viel sonniger, lustiger und entspannter. Obwohl auch die Einwanderer hier es nicht leicht haben, sozial isoliert werden und schon aufgrund ihres Aussehens in einer Schublade landen aus der sie kaum herauskommen. Wir erleben die Träume vieler Einwohnern von Washington Heights, die sich häufig darum drehen, endlich erfolgreich zu sein, aus den Heights herauszukommen, "es zu schaffen" - und natürlich darf auch hier die Liebe nicht fehlen.

    Trotz des ernsten Hintergrundes ist das Broadway Musical von 2008 (das zahlreiche Tony Awards kassierte, u.a. bestes Musical, bester Soundtrack, beste Choreographie, beste Orchestrierung) wahrlich ein feel good Stück. Mit fetzigen Pop Songs, gut aufgelegten Darstellern / Figuren, beeindruckenden Massenchoregraphien und ständigem Gewusele auf den Straßen springt der Funke schnell über und man muss einfach mitwippen. Dazu kommen eine Vielzahl spaßiger Ideen, die die einzelnen Nummern hier und da aufpeppen und zusätzlich würzen. Mehr möchte ich gar nicht verraten, um die Überraschung nicht zu verderben.


    Bild: 9/10 - Erneut, der Gegenentwurf zu West Side Story. Digital gedreht und über ein 4K intermediate auf die UHD gewandert ist das Cinemascope Bild absolut erste Sahne. Knackscharf, farbenfroh-sonnig, extrem ruhig und ohne Korn. In den Heights ist häufig gerade Sonnenuntergang, es wird also mit Lens Flares nicht gegeizt - aber irgendwie bringen die ein bisschen Südseefeeling in die tristen Straßen der Großstadt. Wird es später mal dunkel, erfreuen wir uns zudem an schönen Spitzlichtern. Ein tolles Bild!


    Ton: 6/10 (englisch TrueHD) - Und das ist nun wirklich ein Jammer und vielleicht ein bisschen hart; aber der Ton hätte soviel mehr hergeben können. Zwar klingen die Musical-Nummern richtig gut und haben an den passenden Stellen auch ein feines Bassfundament. Aber so einen frontlastigen (modernen) Mix habe ich ewig nicht gehört. Auch als sich die Darsteller später auf einem Balkon treffen um "noch mal mein Viertel zu hören" fehlt von Surroundkulisse fast jede Spur. Da wäre, insbesondere weil die Kamera häufig durch die Straßen und großen Menschenmengen durchtanzt, enorm viel mehr drin gewesen.


    Aus Gründen ist der Film in Deutschland bisher nicht mal angekündigt, im Set gibt's auch eine BluRay mit deutschem DD Ton. Der schien nicht wesentlich schlechter zu klingen, die Dialoge sind übersetzt, die Gesangsnummern untertitelt. Das Bild ist für eine BluRay ganz ordentlich, aber zwischen den beiden Versionen liegen Welten.

    Musical, Feel-Good -> unbedint ansehen, bei Zavvi gibt's den wirklich tollen Film mittlerweile nachgeworfen. Insbesondere im Vergleich mit West Side Story ein tolles Erlebnis, was zeigt dass zwei völlig verschiedene Versionen mit ähnlichen Prämissen eine Daseinsberechtigung haben und gut funktionieren können.

  • American Graffiti



    Regie führte George Lucas mit Richard Dreyfuss. American Graffiti spielt in den frühen 1960er Jahren und zeigt eine ereignisreiche Abschlussnacht für vier Freunde an ihrem letzten gemeinsamen Tag vor dem College.


    Film 8/10 löst bei mir Emotionen* aus der Jugend aus, auch wenn ich eher aus den 80ern komme ;)

    Bild 6/10

    Ton 5/10


    mein damaliges Hobby zB:* https://flic.kr/p/2aHjR2w

  • Lord of War


    Film 9/10 …bitterböse Schock-Satire über Waffenhandel und wohl einer der letzten Top-Filme mit Nicolas Cage

    Bild 6,5/10 …nicht sonderlich scharf, überdrehte Farben und viel Filmkorn-Grießeln - trotzdem bestimmt die beste Fassung des Films

    Ton 7,5/10 …recht okay für einen Film aus 2005 und deutlich besser als das Bild (deutsch - Englisch hat wohl Atmos, aber wer will Cage schon ohne die coole Synchro hören :big_smile:)

  • Thriller - A Cruel Picture (US Import)


    Laut Tarantino einer seiner Lieblingsfilme (war wohl die Vorlage für Kill Bill).


    Inhalt:

    "Madeleine wird als kleines Kind Opfer eines sexuellen Übergriffes. Seit diesem Vorfall spricht das Mädchen kein Wort mehr und tritt auch sonst eher passiv in Erscheinung.

    Eines Tages muss sie, um zu ihrer Therapiestunde zu gelangen, mit dem Bus in die Stadt fahren, welchen sie auch prompt verpasst.

    Ein vorbeifahrender Mann nimmt sich des Mädchens an, fährt sie aber statt zu ihrer Sitzung in ein Restaurant und anschließend zu sich nach Hause. Dort bringt er sie an die Nadel und macht sie gefügig, denn fortan soll sie als Prostituierte für ihn arbeiten. Währenddessen schickt er den Eltern des Mädchens zutiefst verletzende Briefe im Namen ihrer Tochter, was schließlich zu deren Doppelselbstmord führt.

    Madeleine erfährt erst vom Tod ihrer Eltern, als sie sich eines Tages auf nach Hause macht. Ab dann gibt es nur noch ein Ziel: Rache!

    Fortan trainiert Madeleine Kampfsport, den Umgang mit Waffen und das Auto fahren - alles mit dem Ziel der Vergeltung."


    Film: 8 / 10

    Bild: 8 / 10

    Ton: 7 / 10


    Was Vinegar Syndrome da rausgeholt hat aus dem Film (Bild und Ton) ist beachtilich.


    Wer auf Sexploition und Rape and Revenge steht sollte sich den Film mal anschauen.

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