Ein Ruhrpottkellerkino

  • Die Ursache wird in den Behringern zu finden sein. Bei höheren Pegeln kommt der TMT da nicht mehr mit. Deswegen klingt das dann unangenehm spitz. Man darf ja nicht vergessen, dass das eigentlich Nahfeldmonitore sind.

    Eine Verschiebung zur Mitte wir hier keinen Unterschied bringen.


    Du kannst ja mal alternativ die hier testen. Sind ebenfalls aktiv:

    https://www.thomann.de/de/ev_elx_112p.htm

  • Dann würde ich vorab doch tatsächlich die BR-Ports wieder öffnen. Entweder hörst du dann etwas leiser, weil es mehr kickt (eben nur wenn die Phase zum DBA stimmt) oder es entsteht dann so viel Pegel im Kickbass, dass du diesen wieder entzerrst mit dem EQ. Dadurch macht der TMT deutlich weniger Hub und IMD beginnt erst deutlich später.


    Edit: hörst du mit Upmixer?

  • Danke erstmal für Eure Rückmeldungen.

    Taxidriver: Ich weiß wie du das meinst, und es kann sein dass einem ein DBA „zu glatt“ vorkommt. Bei dem Problem, was ich jetzt konkret anspreche geht es mir weniger um den Bassbereich, sondern eher um die Mitten ( zumindest glaube ich, dass es es der mittlere Frequenzbereich ist, also Sprache, Großteil der „natürlichen“ Instrumente).

    Wahrscheinlich ist mein DBA auch nicht perfekt eingestellt, aber dennoch schon ausreichend, so dass mir auch Bassequenzen in Filmen schon Spaß machen :)


    @Chris: Das ist genau die Frage - strecken die Behringer da schon alle Viere von sich oder ist einfach was falsch eingestellt? Das mit dem Ausprobieren von andere Lautsprechern ist immer so eine Sache...also sagen wir so: Ich würde gerne der Reihe nach einfach mal 5 verschiedene Speaker testen und dann den besten behalten, lässt sich nur immer so schwer umsetzen. Oder noch anders: mal einen professionellen Heimkinodienstleister eine Alternative planen lassen, nur 1. bedienen die ja andere Preisbereiche und 2. ändern die ja ungern in bereits bestehenden Systemen.


    Martin: Wenn ich so gezielt höre, dann stelle ich die Yamaha auf „Straight“. Ich muss aber zugeben, dass ich manchmal trotzdem nicht weiß ob die irgendeinen DSP anschaltet, wenn ich über die AV-App von Yamaha zB den nächsten Track oder ähnliches anwähle.

    Aber die BR wieder öffnen ist ja vielleicht erstmal einfacher zu bewerkstelligen. Dann muss ich nur den tiefen Frequenzbereich entzerren korrekt?

  • Ja du schaust dann ob er irgendwo im Grundton durch die Aufstellung zu laut wird. Das minimierst du dann mit dem EQ, dadurch reduzierst du den Hub. Generell wirkt ein BR um die Abstimmfrequenz hubverringernd. Durch den geringeren Hub kommt es natürlich dann auch im Stimmbereich zu weniger Verzerrungen. Da liegen die Vorteile eines 3-Wege-Lautsprechers. Selbst wenn der TMT richtig Hub macht, ist der MT meist noch nahezu hubfrei und kann den Mittelton sauber wiedergeben. Es kann jedoch passieren, dass nach dem Öffnen deine Anbindung zum DBA nicht mehr passt.

  • „nicht mehr zum DBA passen“ bedeutet in dem Fall, dass die korrekte Addition im Übergabebereich nicht mehr stimmt?


    Noch eine Frage aus der Kategorie „Absolute Grundlagen“: Den Gain an dem Amps der Speaker habe ich derzeit auf 12-Uhr Stellung, dadurch habe ich bei der -15dB Anzeige am Yammi schon ein recht hohe Lautstärke. Sollte man das anders balancen?

  • Hey Micha,

    ja da hast du auf jeden Fall Recht! Ich bin auch mega dankbar für jede Rückmeldung und jeden Tipp :sbier: So als Halbwissender wäre man aber wirklich mit der Heimkino-Konfig an dem Punkt recht überfordert, womöglich hätte ich sonst schon aufgegeben:opi:


    Gestern habe ich mich jedenfalls mal wieder vorerst mit „greifbareren“ Dingen im Kino beschäftigt um mich etwas vor der Akustik zu drücken :big_smile:: Fußboden/Sockellleisten und Teppichleisten wurden endlich man angebracht. OK, und die Schaumstoffverschlüsse der BR Schlitze in den Behringern habe ich auch schon mal rausgefunmelt, hab aber noch nichts gemessen.

  • Die letzten Tage habe ich wieder ein wenig an der Front herumexperimentiert, da mir die Musikwiedergabe ja schnell bei etwas höheren Lautstärken zu anstrengend war. Wie vorgeschlagen habe ich die BR-Schlitze an LCR nun wieder geöffnet, und alleine das hat auf jeden Fall schon etwas gebracht: Der Sound fühlt sich jetzt nicht mehr so "gepresst" und angestrengt an, das klang bei vielen Titeln ( "Brothers in Arms/Dire Straits" nehme ich da gerne oder auch "Hello/Adele" nun echt schon besser. Zusätzlich habe ich dann einfach mal nach Gehör die Settings der Raumkorrektur an den Behringeramps durchprobiert. Gelandet bin ich dann bei -4dB für die "Room Correction" - ich hatte zwar vorher auch schon die "Low Frequency" auf -6dB, aber dadurch dickt der Speaker nochmal etwas weniger auf ( rein nach Gefühl).

    So, das war dann erstmal ok an dieser Stelle für mich.


    Als nächstes wollte ich ja probieren, ob ich anstatt bei 80Hz auch bei 100Hz trennen kann , mit der Überlegung dass mein DBA eigentlich bis dahin mitspielen sollte und ich möglichst viel Membranfläche möglichst lange nutzen will :byebye:


    Und daraufhin habe ich dann die Front neu entzerrt, was diesmal vielleicht etwas zu linear (?) geworden ist, dafür habe ich es aber geschafft, die Spitzen auch unter 40Hz wegzubekommen.

    So, und so wie ich nun die Diagramme zu den Summensignalen usw verstehe, funktioniert das für FL und FR auch ganz gut, allerdings funktioniert die Addition im Center wieder nicht - sehe ich das richtig?


    Center:



    Left:



    Right:


    Macht es Sinn, den Center nun virtuell zu verschieben oder besser so lassen?


    Auch die Senke in allen Summen zwischen 100 und 150Hz ist nicht ganz so dolle, aber bei der Messung vorher ( bei 80Hz Trennung) war das meine ich auch nicht besser...


    Was denkt ihr darüber? Tendenz ok? :heilig:

  • Wie sehen die Impulsmessungen der 3 Mains aus? Der Center addiert eigentlich super, eben nur invertiert :beat_plaste Schau mal ob die Impulsantworten der Mains alle in die gleiche Richtung ausschlagen und übereinanderliegen. Mit der Room Compensation könntest die Low Frequency mal auf -4 anheben zum test, ob es dann mehr kickt ohne aufzudicken.

  • Mit der Room Compensation könntest die Low Frequency mal auf -4 anheben zum test, ob es dann mehr kickt ohne aufzudicken.

    Oh stimmt, diese Kombination hatte ich nicht probiert :) Interessehalber: Macht so eine Room Kompensation etwas anderes, als in einem bestimmten Frequenzbereich ( die Mitten?) den Pegel rauszunehmen? Also anders als der Regler am Amp für Low Frequency oder High Frequency?


    Die Impulsantworten für die Mains sehen so aus: So ganz perfekt aufeinander liegen die nicht, der Center ist in der Tat am meisten draussen....


    Hab das ganz auch mal nur für den Bereich 50-100Hz inkl Sub gemessen:


  • Mir ging es eher darum, ob einer verpolt ist. Das eine ist ein shelving Filter und das andere scheint ein "normaler" EQ oder Highpass-Filter zu sein. Du kannst auch mol probieren in wie weit dieser Low-Frequency Cut die Phase dreht. Sprich schau mal ob die Addition besser wird oder sich umkehrt, wenn du andere Filter einstellst bei Low-Frequency aber eben nur auf dem Center.

  • Heute habe ich dann mal versucht, die Ankopplung des Centers an das DBA zu verbessern. Das ist mir mäßig gelungen, am besten sieht es halt immer noch aus, wenn man das Reverse-Subwoofer Signal nimmt :/ Zusätzlich habe ich am Speaker Amp den High Frequency Filter mal auf -4dB gesetzt, damit die Höhen nach hinten hin nicht mehr ansteigen.


    Alleine durch das Ändern der am Amp befindlichen Filter ( Low Frequency -6db bis 0dB und Room Correction -6dB bis -0db) ändert es sich nicht wirklich zum Positiven bzw eher im minimalen Bereich : ( als Vergleich ist hier die alte Messung in blau noch drin)

    schwarz ist der Summenverlauf mit Reversed-Subwoofer




    Ich habe dann testhalber mal die PEQ Bänder am Center entfernt, die die Spitzen im unteren Frequenzbereich rausnehmen, sprich die -20dB bei 31Hz und 49Hz habe ich auf 0dB gesetzt. Damit sieht dann die Summe so aus (rosa):



    Hier ist es nun von 80-100Hz etwas besser, darunter verliere ich aber wieder etwas. Kein guter TradeOff oder?

  • Ich weiß es ist müssig, aber wenn du nicht bei jeder Änderung alle 3 oder gar 4 Kurven betrachtest (Einzelzweige + Summe), siehst du nicht, ob sich das Phasenverhalten untereinander verbessert, sondern nur, ob du mehr Gesamtpegel im Übergang erhältst. Diesen Fehler in der Betrachtung hast du weiter oben schon einmal gemacht. Die Relation der Einzelzweige zur Summe ist deutlich entscheidender, als der absolute Pegel. Dann könntest du bei 60-100Hz einfach +10dB reinschieben und wärst happy, weil du den meisten Pegel in der Summe hättest ;)

  • Ah ok, also ich habe im REW gestern nur 1.Summe Center

    2. Summe Reversed Sub

    mit dem reinen Subwoofer Verlauf „verglichen“/betrachet.

    In der Rechnung fehlt noch

    3. Center Small , Sub aus ?😬


    Sicherheitshalber: L und R brauche ich aber nicht parallel dazu noch messen, da ändert sich ja nix!?


    Zusatzfrage( sorry falls ich das schon mal gefragt habe): REW bietet doch auch ein extra Diagramm für „Phase“, kann man das hier nicht heranziehen? Denn ich suche ja quasi den optimalen/passenden Phasenverlauf...

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