• Zitat

    Was für die Gruselfans :ohmy:


    Nicht nur. Gestern gabs bei mir die BD dieses mit vielen Vorschusslorbeeren bedachten SF/Horror/Thrillers.


    Film: 9/10 Die Ausgangssituation ist ganz simpel und im Grunde auch nicht wirklich neu. Die Erde wurde von aggressiven Aliens überfallen und die Überlebenden versuchen sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Besonderheit und wie der Titel schon sagt der eigentliche Aufhänger des Films ist der Umstand, dass die blinden Aliens ihre Beute ausschließlich mittels ihres extrem guten Gehörs aufspüren. Wer laut ist, hat verloren. Kommuniziert wird mittels Gebärdensprache.
    Trotz einiger (unvermeidbarer) Logiklöcher ist das Ganze sehr durchdacht und auch interessant zu verfolgen, welche Konsequenzen sich auf das tägliche Leben ergeben.
    Für den Zuschauer ergibt sich eine ungeheure Spannung und Intensität vom Anfang bis zum Schluss.
    Wer sich noch an die Kellerszene in Spielbergs "Krieg der Welten" erinnern kann, hat eine gute Vorstellung, wie es hier fast den ganzen Film über zugeht.
    Die Atmosphäre ist sehr dicht. John Krasinski (auch Regie) und vor allem Emily Blunt spielen hervorragend und mit nur 90 Minuten wird das Thema auch nicht unnötig lange ausgewalzt.


    Bild: 9/10 Nichts auszusetzen am Cinemascopetransfer, der Genre typisch viele Nacht- bzw. Indoorszenen hat welche zwangsläufig immer etwas abfallen.


    Ton: 9/10 geschaut in Dolby Atmos Englisch, was ich auch denen empfehlen möchte, die sonst den O-Ton scheuen. Die ganzen gesprochenen Dialoge beschränken sich in dem Film auf wenige Sätze, die man aber auch untertiteln könnte. Auch wenn es über lange Strecken sehr leise (aber nicht lautlos) zugeht, ist das Sounddesign doch sehr ausgefeilt und für die Schock- und Gruselmomente wird aber dann das ganze Potenzial der Anlage abgerufen inklusive sehr guter Deckeneffekte.


    Dieser Film und die BD bekommen meine uneingeschränkte Empfehlung.

  • Hi zusammen,


    Gestern geschaut in UHD, Englische Spur mit Untertiteln (wo meiner Frau).


    Film: 8/10
    Wie Reinhard schon schrieb, gute Idee, aber als Szenario nicht wirklich neu. Das Thema Geräusche kannte aber zumindest ich noch nicht.
    Trotzdem war es mir etwas zu ‚typisch‘, etliches fand ich zu vorhersehbar.


    Bild: 9/10
    Hat für mich gut gepasst, ohne besondere Highlights zu setzen.


    Ton: 9/10
    Sehr schöne Atmoseffekte, die Dynamik fand ich zwar sehr gut, nach den Vorschusslorbeeren hätte ich bzgl. Dynamik irgendwie noch etwas mehr erwartet.

  • Die Rezension aus dem Thread Welche Blu-Ray war gestern bei Dir im Player poste ich auch hier:


    A Quiet Place (2018)


    Bewertung (ich bewerte nach folgendem Schema )

    • Film: Sehr gut
    • Sound: Zwischen Sehr Gut und Meisterwerk
    • Bild: Mindestens Gut (um ehrlich zu sein war ich von dem Film so begeistert, dass ich nicht wirklich auf das Bild achten konnte)


    Worum gehts:

    Die Erde ist von Monstern überrannt worden. Die Monster sind blind, haben aber ein extrem feines Gehör. Das nutzen sie, um Jagd auf Menschen (und Tiere) zu machen, sobald diese Geräusche machen. Die wenigen überlebenden Menschen müssen deswegen absolute Stille bewahren. Der Film erzählt die Geschichte einer Familie mit drei Kindern, die versucht, in dieser lautlosen Welt zu überleben.


    Fazit:

    Der Film ging bisher völlig an mir vorbei. Er wurde mir kürzlich von einem Freund empfohlen, der mir netterweise gleich die Blu-Ray dazu lieh. Zum Glück wurde ich auf den Film aufmerksam gemacht, denn ich bin schwer begeistert von dem Streifen! :thumbup::thumbup:

    Regie führte John Krasinski, der gleichzeitig zusammen mit seiner Ehefrau Emily Blunt eine der Hauptrollen spielte. John Krasinski war mir aus 13 Hours (2016) noch in sehr guter Erinnerung. Als Regisseur hatte ich den bislang allerdings überhaupt nicht auf dem Radar. Zu unrecht.

    Es ist irre, was er aus dem Film herausholt. Sehr früh im Film zeigt er dem Zuschauer, was pasiert, wenn die Menschen sich nicht absolut still verhalten. Ab diesem Moment versucht man auch als Zuschauer, möglichst leise zu atmen... Da im Film praktisch nicht gesprochen wird, bleibt den Schauspielern im Wesentlichen nur Mimik und Gestik für ihren Job. Und den machen alle Beteiligten, auch die Kinder, sehr gut. Wenn die Schauspieler in Momenten größter Angst mit weit aufgerissenen Augen versuchen, still zu sein - großartig!

    Großartig, dieses Attribut trifft auch auf den Sound zu. Da nicht gesprochen wird, haben leiseste Geräusche, beispielsweise Rascheln von Papier, Reibung von Stoffen, etc., einen viel größeren Stellenwert als in anderen Filmen. Und bei jedem Geräusch befürchtet man als Zuschauer, dass es zu laut gewesen sein könnte. Wenn ein Geräusch dann wirklich mal zu laut war und die Monster anlockt, dann schepperts dafür umso gewaltiger aus den Lautsprechern! :woohoo:

    Sehr schön auch die Details, wie die Familie den Alltag ohne Geräusche organisiert.

    Ich vermute, der Film hat ein paar Logiklöcher; beim ersten Ansehen fiel mir aber nichts auf. Denn der Film macht genau das, was sehr gute Filme machen sollen: den Zuschauer fesseln. Unbedingt ansehen!

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