• Ich habe eben Dunkirk im Kino gesehen und muss sagen, dass ich glaube, dass nicht jedem der Film gefallen wird. Der Film ist Nolan-Typisch extrem gut gemacht und toll anzusehen, vieles ist auch sehr dramatisch. Aber der Film bietet auf der anderen Seite keinerlei emotionale Anknüpfungspunkte, weil die Chrakatere keinerlei Hintergründe oder Beziehungen zueinander haben. Direkt nach dem Film war ich etwas irritiert muss ich sagen. Nach einer kleineren Denksession muss ich aber sagen, dass er sein Konzept wirklich gnadenlos durchzieht und das auf wahnsinnig hohem Niveau. Ich empfehle jedem, sich selber ein Bild zu machen!


    Ich gebe ihm 9/10 Punkten.


    Eine ausführliche Kritik könnt ihr auf unserem Blog lesen: http://www.movieguardians.de

  • Gerade gesehen als UHD


    Bild 9/10
    Extrem geil super Kontraste super scharf tolle Farben einfach genial tolle Kamera Einstellung fast nicht zu toppen. Einen Punkt Abzug für unsägliches Wechselformat, der Typ hat echt einen an der Waffel was soll der Scheiß?!?
    Hab mich auf 2,2:1 im Birdiemode (http://hdrgb.de/standards/birdiemode.htm) festgelegt, das ging dann


    Ton 10/10
    Tolle Dynamik und super so Raumfeld Atmos oä oder vermisst man hier wirklich nicht! Absolute Referenz.


    Film 8/10
    Gut gespielt und spannend erzählt, keine Frage. Am Ende aber doch wieder nur ein weiterer Kriegsfilm irgendwie. Das war aber natürlich zu erwarten bei dem Thema.


    Klare Empfehlung vor allem wegen Bild und Ton.

  • Was hab ich mich auf diesen Film gefreut......und dann kam die Ernüchterung ! Das Geld hätte ich mir sparen können, mMn der schlechteste Film den ich seit langem gesehen hab, ich bin sowas von enttäuscht. Schon bei der ersten Szene am Strand wo man im Hintergrund die Dächer der neuzeitlichen Häuser sieht hätte ich am liebsten den Film ausschalten wollen.


    Wenn man geschichtlich betrachtet und wie nah er an der wirklichkeit ist, schneitet er sehr schlecht ab. Ich meine damit wie derart schlecht die Luftwaffe gegenüber der Engländer abschneidet ist eher belustigend... zu dem Zeitpunkt war die Luftwaffe extrem überlegen was die qualität der Flugzeuge anging und vor allem die Ausbildung der Piloten. Der Gipfel war für mich als der Pilot ohne motor, also im Segelflug noch einen deutschen Flieger abschoss.... das hat mich sehr an Fury Herz aus stahl erinnert, als die mit nur einem nicht fahrbarem sherman Panzer eine komplette SS Kompanie zerlegt hat... das ist alles extremes wunschdenken der Alliierten . Ok ist schon klar, in Filmen wird immer ein bissal übertrieben, aber sowas versaut den Film.


    VG
    Daniel


    Mehr ist der nicht wert!



  • So, gestern endlich gesehen, nachdem ich Dunkirk im Kino versäumt hatte. Vorab gab es wie auch hier im Thread unterschiedliche Ansichten über die Qualität des Films zu hören und lesen, selbst von ausgewiesenen Nolan-Fans und davon gibt es ja nicht wenige. Für mich trägt der Film die unverkennbare Handschrift seines Regisseurs. Handwerklich sehr gut umgesetzt und visuell für die große Leinwand gemacht.


    Besonders die Kameraarbeit ist hervorragend. Wenn übermorgen die Oscarnominierungen gekannt gegeben werden, sollte die Arbeit von Kameramann Hoyte Van Hoytema gewürdigt werden. Die visuellen Stärken des Films werden auf der BD in sehr guter Bildqualität wiedergegeben. Lediglich die Formatwechsel verursachen einen Punktabzug zur Bestnote. Wohl dem, dessen Projektor in der Lage ist, durchgehend das breitere Format zu blanken. Der Bildqualität hätte es keinen Abbruch getan, wenn dies bereits bei der Produktion gemacht worden wäre.


    Erwähnenswert ist ebenfalls Hans Zimmers Score. Sehr minimalistisch (scheint in letzter Zeit ein Trend zu sein), aber den Film sehr gut unterstützend.


    Dass sich ein aktueller Nolan soundtechnisch keine Blöße gibt, muss eigentlich kaum noch erwähnt werden.

    Dass eine hinlänglich bekannte Geschichte wie die Ereignisse von Dünkirchen trotzdem spannend und atmosphärisch dicht vermittelt wurden, ist auch nicht unbedingt selbstverständlich und ein klarer Verdienst Nolans. Schauspielerisch ohne Defizite, besonders Mark Rylance sehe ich seit Bridge of Spies sehr gerne. Wo war der Mann nur die ganzen Jahre zuvor?


    Auch wenn Dunkirk sicher nicht Nolans bester Film ist, ist er doch weit über Durchschnitt. Auf dem BD-Cover als Action-thriller vermarktet, ist er doch eher ein Kriegsdrama, dass auch ohne tonnenweise Kunstblut die Realität des Krieges schonungslos darstellt. Aber eines, das eher in die Richtung eines Thin Red Line als eines Hacksaw Ridge geht.


    Film: 8,5/10

  • ich fand den Film nicht so besonders, Ton und BILD OK ist schon wieder zu lange her und nicht wirklich in Erinnerung.


    Ich persönlich finde es sehr schade, dass die Geschichte nicht wirklich berücksichtigt wird und nur die tollen Engländer fliegen können.


    Einmal ansehen ohne große ERWARTUNGEN und dann vergessen. Hitler hatte es versäumt die Engländer an diesem Punkt wegen seiner Eifersucht gegenüber seinen Generalen an diesem Punkt nicht das Ende zu setzen.
    Besser so, sonnst könnte es heute anders aussehen, wohl Hitler hätte es trotzdem geschafft Deutschland zu vernichten.


    Die ware Geschichte war nämlich.
    Fast 400 000 Soldaten der Alliierten Arme waren 1940 am Stand von Dünnkirchen und Hitler befahl seiner Panzer spitzen wenige Kilometer vor Dünnkirchen den Befehl zu stoppen.
    Der „Halt-Befehl“ an die deutschen Panzer 1940 zählt zu den umstrittensten Fragen des Weltkriegs. Der Historiker Karl-Heinz Frieser hat die Akten gelesen:
    Hitler wollte seine Generäle treffen.


    Die überraschende Befehl erging am 24. Mai 1940 um genau 12.45 Uhr ein. Mitten im unaufhaltsamen Vormarsch der deutschen Truppen vor Dünnkirchen ordnete die Heeresgruppe an: „Auf Befehl des Führers Hitler ist die nordwestlich Arras die allgemeine Linie Lens – Bethune – Aire – St. Omer –Gravelines (Kanallinie) nicht zu überschreiten.“


    Die eingeschlossenen alliierten Soldaten nutzten die Angriffspause, um Stellungen zu errichten, die einige Tage lang gehalten werden konnten. Obwohl der taktisch widersinnige „Halt-Befehl“ schon knapp 49 Stunden später wieder aufgehoben wurde, verschaffte der Stopp der Wehrmachts-Panzer der britischen Regierung die notwendige Zeit, um eine gewaltige Evakuierung zu organisieren. Mehr als 370.000 britische und französische Soldaten konnten über den Kanal entkommen.


    Warum Befahl Hitler den STOPP?
    Nach Aussage von Karl-Heinz Friseur:
    Bei dieser Kontroverse kam es zur Rebellion der Generäle im Oberkommando des Heeres gegen Hitler. Es ging darum, wer bei operativen Entscheidungen das Sagen haben sollte: der Generalstab oder der Zivilist Hitler. Dieser gewann den Machtkampf gegen die Generäle von Brauchitsch und Halder. Hitlers Heeresadjutant, Major Engel, berichtete später, dass es beim „Halt-Befehl“ nicht um „sachliche Argumente“ gegangen sei. Hitler wollte vielmehr seinen Generälen demonstrieren, „dass er führe und niemand anders“.


    Welche Bedeutung hatte dieser Befehl denn nun? Entschied er wirklich den Zweiten Weltkrieg?


    Frieser:
    Ohne Hitlers Intervention wäre es zur größten Katastrophe der Geschichte Großbritanniens gekommen. Es hätte fast die gesamte Berufsarmee verloren. Dies hätte wohl auch das Ende der Regierung Churchill bedeutet. Eine neue Regierung aber hätte ein generöses Friedensangebot des anglophilen Hitler kaum zurückweisen können. Wie die Weltgeschichte dann verlaufen wäre, wenn das Deutsche Reich sämtliche Kräfte gegen die Sowjetunion hätte konzentrieren können, ist eine fatale Frage. Doch Hitler degradierte den schon sicheren strategischen Erfolg zu einem rein operativen. Das „Wunder von Sedan“ (der überraschende Durchbruch durch die alliierte Front im Mai 1940; d. Red.) wurde durch das „Wunder von Dünkirchen“ konterkariert.


    Durch den Stillstand der Deutschen Panzer konnten sich die Engländer am Strand besser Schützen und durch den später einsetzenden sehr starken Regen wurde der Untergrund für die Panzer wesentlich schlechter.


    Schade, dass es so einseitig dargestellt wurde!!!


    Ich finde nach der ganzen Zeit, kann Geschichtsaufarbeitung doch auch objektiv gemacht werden. :blink: :heilig:


    Deswegen finde ich den Film einfach schade und Schrott, wenn dann nur ohne Hirn ansehen.


    Grüße Mad Ralph :laugh:

  • Die ware Geschichte war nämlich…


    Das mag ja alles sein, nur tut es für das Thema des Films (die Evakuierung) nichts zur Sache. Alles was Du schilderst, ist lediglich Ausgangssituation. Zum Verständnis der gezeigten Handlung ist es ausreichend wie es ist. Außerdem wäre das filmische Konzept der verschiedenen Perspektiven dann gar nicht mehr umzusetzen gewesen.



    Schade, dass es so einseitig dargestellt wurde!!!


    Du tust ja so, als ob die Geschichte mit dem Film verfälscht worden wäre. Man kann ein Ereignis immer von zwei Seiten sehen (siehe Letters from Iwo Jima / Flags of our Fathers). Filmisch interessanter als die militärischen Fehlentscheidungen des „Größten Feldherrn aller Zeiten“ ist sicherlich die Lage in Dünkirchen. Hacksaw Ridge verzichtete auch auf die Sichtweise der Japaner, ist er deshalb auch „Schrott“?



    Ich finde nach der ganzen Zeit, kann Geschichtsaufarbeitung doch auch objektiv gemacht werden.


    Ich wüsste nicht, was es bei den Ereignissen von Dünkirchen aufzuarbeiten gäbe. Dunkirk ist auch kein Dokumentarfilm. Und das was gezeigt wurde, ist deshalb nicht falsch, nur weil der Kontext nicht ausgewalzt wurde.



    Wenn übermorgen die Oscarnominierungen gekannt gegeben werden, sollte die Arbeit von Kameramann Hoyte Van Hoytema gewürdigt werden


    Und das hat man auch, hier die 8 Oscarnominierungen für Dunkirk:


    Bester Film
    Beste Regie
    Beste Kamera
    Bester Schnitt
    Beste Musik
    Bester Ton
    Bester Tonschnitt
    Bestes Szenenbild (ungeachtet der Rollokästen :zwinker2: )

  • Best Achievement in Production Design (früher Set Decoration - Art Direction)
    Deutsch: Bestes Szenenbild


    Die haben die von Dir beanstandeten Rollokästen zu verantworten. Vielleicht gab es die aber tatsächlich schon zu der Zeit. Die Architektur des Bauhausstils der 20er und 30er Jahre sah ja damals auch extrem modern aus und war ihrer Zeit Jahrzehnte voraus.

  • Hacksaw Ridge war echt klasse und der Ton war viel besser als bei Dunkirk. :sbier::heilig:
    Ich glaube diese Filme kann man nicht vergleichen. der eine Weltklasse der Dunkirk geht gerade so, meine Ansicht!
    Ich möchte Dir den Film nicht madig machen, aber mir hat er halt nicht wirklich gefallen und er konnte bei mir keine Emotionen wecken.


    Bester Film
    Beste Regie
    Beste Kamera
    Bester Schnitt
    Beste Musik
    Bester Ton
    Bester Tonschnitt
    Bestes Szenenbild (ungeachtet der Rollokästen :zwinker2: )


    ich schaue ihn mir nochmals an, eventuell entdecke ich doch beim zweiten Mal das Potential. Aber ich finde trotzdem, bei dem Filmthema wäre mehr drin gewesen.


    Grüße MAd Ralph

  • Ich habe den Film am letzten Wochenende gesehen.
    Erwartungen waren hoch. Enttäuschung um so größer.
    Sehr dünne Handlung, keine Charaktere, Spannung gleich null. Am lächerlichsten fand ich den Segelflug. Wie lang ist er da rumgesegelt? 15 Minuten? Sowas von Banane.
    Die Soundeffekte waren ganz nett. Aber das macht allein keinen guten Film aus. Am Anfang, wärend des Häuserkampfes dachte ich noch, wie geil der Sound ist. Ich mag es in Kriegsfilmen wenn die Kugeln an einem vorbei sausen und hinter einem einschlagen. Da fühlt man sich dann mitten drin im Geschehen. Das macht Surroundsound aus. Hab mich dann auf das kommende gefreut. Aber dann? Der Film plätschert so vor sich hin.
    "And the golden raspberry goes to...."

  • Dunkirk


    FSK 12, 106 min


    (Rezi aus dem Jahr 2017)


    Aloha!


    Der Star dieses Films ist die Atmosphäre. Großartig, wie bedrohliche diese in Szene gesetzt wurde – sowohl tonal als auch bildlich. Man sieht bei der Kameraführung usw. die Handschrift Christopher Nolans. Die Szenen lassen sich inhaltlich die drei Teile dividieren: Strand, Boot, Luftkampf. Vor allem letzterer wurde zuvor noch nie so plastisch dargestellt, ein Hoch aufs Heimkino! Die sog. "Dogfights" sind einfach ein Knaller.


    Die Schauspieler passen sehr gut zum Dargebrachten und bieten durchweg gute Leistungen an.


    Ein wenig werden – vor allem zum Ende hin – die Stärke und der Stolz der englischen Armee glorifiziert, das muss wohl so sein. Wenngleich gerade die Evakuierung von Dünkirchen im Juni 1940 klar eine zwischenzeitliche Niederlage widerspiegelt.


    Fazit: Dieses Werk ist nahezu komplett rund inszeniert, es gibt kaum Schwächen. Die bedrohliche Atmosphäre, unterstützt durch oftmals wenige Dialoge, ist beeindruckend. Empfehlung nicht nur für kriegsfilmaffine Zuschauer!


    Film: 1-

    Ton: 1-

    Bild: 1


    NEU: Beim zweiten Schauen änderte sich meine Filmbewertung ziemlich. Irgendwie war ich dieses Mal angeödet fern der Luftkämpfe. Wie schon bei bs.de ausführlich besprochen, fand ich die Segelflugphase der Spitfire am Ende massiv zu lang und unrealistisch, zieht den Film herunter.


    Film: 2

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

  • Wie schon bei bs.de ausführlich besprochen, fand ich die Segelflugphase der Spitfire am Ende massiv zu lang und unrealistisch, zieht den Film herunter.

    Dann hast Du womöglich das oscarprämierte Schnittkonzept nicht berücksichtigt. Im Prinzip werden bei dem Film zeitliche Parallelhandlungen gezeigt, zwischen denen hin und her geblendet wird, gegen Ende in immer kürzeren Abschnitten. Man darf die Dauer des Segelflugs nicht von der ersten bis zur letzten Szene inkl. der dazwischen gezeigten anderen Handlungsebenen messen, sondern die einzelnen Szenen für sich kombiniert ergeben die eigentliche Dauer. Und die ist dann deutlich kürzer und eher realistisch.

  • Dann hast Du womöglich das oscarprämierte Schnittkonzept nicht berücksichtigt.

    Negativ.


    Nachtrag, ich klaue von mir selbst:

    Zitat von MickeyKnox woanders ...

    Die Spitfire hat laut meinen Recherchen eine für damalige Jäger recht hohe Gleitzahl von 13,2. Das bedeutet, dass die Maschine bei einer Höhe von 100 m noch 1320 m gleiten kann, bevor sie aufschlägt. Das ist also doch recht weit. Je verlorenem Höhenmeter gleitet sie 13,2 m.

    Trotz dieser Überlegung kam es mir lang vor. Überdies:

    Zitat von MickeyKnox woanders ... (Thema: Spitfire schießt Stuka mit Motor aus ab)

    Das kam mir auch so vor und ich halte es für unmöglich, dass das Bordgeschütz ohne Motor funktioniert. Oft wirkte es auch so, als würden die dt. Maschinen wie Kanonenfutter einfach weiter geradeaus fliegen, wenn sie von hinten beschossen wurden. Ein Pilot würde dann doch wohl ein Ausweichmanöver einleiten.

    Das halte ich auch weiter für groben Schwachsinn.

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

    Einmal editiert, zuletzt von MickeyKnox ()

  • Das halte ich auch weiter für groben Schwachsinn.

    Wie Menschen sich in massiven lebensbedrohenden Krisensituationen verhalten, ist doch sehr individuell. Hinzu kommen die filmgestalterischen Freiheiten. Wie "schwachsinnig" sich viele Menschen verhalten, ist doch gerade während der Corona-Krise gut ersichtlich.


    Von daher würde ich es nicht als "Schwachsinn" abtun, wenn Piloten geradeaus weiter fliegen, auch wenn sie in ihrer Ausbildung etwas anderes gelernt haben mögen.

  • DUNKIRK



    Film: 9/10 Punkte

    Dunkirk wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt und handelt von mehreren Hunderttausend eingeschlossenen englischen und französischen Soldaten am Strand von Dünkirchen im 2. Weltkrieg. Während zwei Soldaten ihre Rettung selbst in die Hand nehmen, versucht ein Royal-Air-Force-Pilot seine Landsleute vor den Angriffen der deutschen Messerschmidt zu schützen. Zur gleichen Zeit machen sich dutzende englischer Kleinbootbesitzer auf, um ihre Landsleute auf der anderen Kanalseite aufzulesen.


    Regisseur Christopher Nolan schuf einen innovativ erzählten Film mit grandiosen Schauwerten.



    Bild: 7/10 Punkte

    Die schon auf der 70-mm-Filmkopie von mir kritisierte Farbgebung und wechselhafte Schärfe schlägt auch auf der Blu-ray-Version voll durch. Neben knackscharfen Panoramaaufnahmen fallen immer mal wieder Aufnahmen am Strand und im Cockpit in der Qualität unnötigerweise ab. Die entsättigten Farben und das grobe Filmkorn tragen auch nicht dazu bei, dass dieser in der Summe überwiegend gute Transfer Referenzniveau erreicht. Die inhaltlos wechselnden Bildformate von 1,78:1 über 2,20:1 (70mm) und 2,39:1 (Cinemascope - 35mm) finde ich total störend und unnötig. Dafür ziehe ich einen Punkt ab.



    Ton: 10/10 Punkte

    Der DTS-5.1-Mix gefällt mit seiner Tonschnelligkeit und dem großen Dynamikumfang. Bereits die Schüsse am Anfang knallen unfassbar realistisch auf die Brust. Darüber hinaus drückt der Subwoofer tiefe Bassfrequenzen druckvoll und körperlich spürbar ins Auditorium. Ausgewachsene Lautsprechersets dürfen sich freuen, endlich mal wieder so richtig gefordert zu werden. Kleinere Sat/Sub-Systeme dürften sehr schnell an ihre physikalischen Grenzen geraten, wenn der Lautstärkeregler zu hoch eingestellt ist. Die wenigen Dialoge sind durchweg hervorragend zu verstehen.



    Fazit:

    Regisseur Christopher Nolan schuf einen innovativ erzählten Film aus drei Perspektiven mit nur wenigen Dialogen und grandiosen Schauwerten, die vor allem durch den druckvollen Ton bestechen.




    Technische Daten

    Name: Dunkirk

    Herstellungsjahr: 2017

    Land: Großbritannien, USA, Frankreich, Holland

    Laufzeit: 107 Minuten

    FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

    Regie: Christopher Nolan

    Darsteller: Fionn Whitehead, Tom Glynn-Carney, Jack Lowden, Ton Hardy

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